Zum Sonntag
12.03.2026 RegionIm Alten Testament gibt es eine interessante Vorhersage aus dem Jahr 597 v. Chr.: «Ich werde meinen Thron in Elam [= Iran] aufstellen und werde König und Oberste daraus verloren geben, spricht der Herr. – Aber es wird geschehen am Ende der Tage, da werde ich das Geschick Elams ...
Im Alten Testament gibt es eine interessante Vorhersage aus dem Jahr 597 v. Chr.: «Ich werde meinen Thron in Elam [= Iran] aufstellen und werde König und Oberste daraus verloren geben, spricht der Herr. – Aber es wird geschehen am Ende der Tage, da werde ich das Geschick Elams wenden, spricht der Herr» (Jeremia 49,38-39). Elam war damals die persische Provinz, die im heutigen Iran liegt. Eine erste Erfüllung dieser Prophetie hat sich wohl teilweise im Jahr 539 v. Chr. ereignet, als der persische König Kyros II. das Königreich Babylon und damit auch Elam zerstörte.
Weil die Bibel Gottes ewiges Wort ist, können Vorhersagen mehrere Erfüllungen haben, sowohl eine zeitgenössische als auch eine zukünftige. Eine zweite Erfüllung könnte sich am 28.02.2026 ereignet haben, als viele der iranischen Führung getötet wurden. «Gottes Thron» kann eben sowohl Gottes Gericht als auch seine Gnade bedeuten.
Nun richte ich ein dreifaches Gebetsanliegen an Sie: Bitte beten Sie erstens für den Iran, dass er eine neue Regierung erhält, die nicht mehr den Tod von Unschuldigen fördert. Bitte beten Sie zweitens während des Fastenmonats Ramadan, dass Muslime, die fasten und ernsthaft Allah suchen, Jesus kennenlernen durch die Bibel, Träume, Visionen, Heilungen und andere Christen. Beten Sie drittens auch für die Christen, die im Iran mit 800’000 Gläubigen eine kleine Minderheit bilden und zur Zeit verfolgt werden, dass sie weiterhin an Jesus festhalten.
Bei einigen von uns könnte sogar eine gewisse Schadenfreude aufkommen, weil in den vergangenen Tagen so viele Terroristen getötet wurden. Doch Gott hat gar keine Freude daran, wenn Menschen sterben, die ihn nicht persönlich gekannt haben: «Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht der Herr. So kehrt um, damit ihr lebt!» (Hesekiel 18,32).
Jesus lädt uns ein, zu Gott umzukehren und unser Leben täglich neu auf ihn auszurichten, indem wir die Vergebung unserer Schuld ergreifen, die er uns als Geschenk anbietet. Die Zusammenfassung der Bibel lautet: «Gott ist Liebe» (1.Johannesbrief 4,8). Sein innerstes Wesen und sein tiefster Charakter bestehen in heiliger und gerechter Liebe! Er liebt alle Menschen auf unserer Welt und will mit uns täglich eine persönliche Beziehung führen mit Bibel, Gebet und der Kirchgemeinde.
Gott tut noch heute Wunder und er kann das Geschick des Irans wenden! Helfen Sie ihm dabei?
Michael Freiburghaus, ref. Pfarrer Leutwil-Dürrenäsch
