Unterwegs auf der ganzen Welt
05.03.2026 MenzikenEnde Februar war Monika Villiger, aus Pfeffikon, Gast des Kaminfeuergesprächs in der Cafeteria Falkenstein. Sie liess die Zuhörer an ihren spannenden Erlebnissen als Vertreterin der Firma Villiger Zigarren teilnehmen.
Gast und Referentin Monika Villiger ...
Ende Februar war Monika Villiger, aus Pfeffikon, Gast des Kaminfeuergesprächs in der Cafeteria Falkenstein. Sie liess die Zuhörer an ihren spannenden Erlebnissen als Vertreterin der Firma Villiger Zigarren teilnehmen.
Gast und Referentin Monika Villiger überraschte die zahlreichen Gäste der Cafeteria Falkenstein mit ihrer erfrischenden Art. Mit 90 Jahren noch so fit, war wohl der erste Eindruck der meisten. Ohne zu zögern legte sie sich das Headset an und fing sofort an zu erzählen. Frei von der Leber weg gab sie ihre spannenden Erlebnisse preis. Einzig auf ein paar kleine Notizen griff sie zurück, um nichts Wichtiges zu vergessen und nicht allzu sehr abzuschweifen. Im Publikum sah sie alsbald einige ihrer Klassenkameraden von früher, welche heute in der Residenz Falkenstein wohnen.
Mit Arbeit erfüllt
Ihre Erzählungen begann sie mit ihrer Herkunft. Ihre Mutter war eine Heiz von Menziken und der Vater kam ursprünglich aus dem Freiamt, bis seine Familie hierher zog, um in Pfeffikon das Restaurant Löwen zu bauen. Ihre Kindheit war mit Arbeiten erfüllt. So musste sie unter anderem zu den Hühnern schauen, ihr Bruder zu den Hasen. Der andere Bruder, Kaspar, sollte gelegentlich den Rasen mähen oder jäten, was er nicht immer so zuverlässig machte. Sie absolvierte vier Primarklassen in Pfeffikon. Dann meinte ihr Vater, sie solle nun direkt an die Bezirksschule nach Reinach wechseln, um keine Zeit zu vergeuden.
Rückblick auf die Gründung des Familienunternehmens
Ihr Grossvater Jean Villiger arbeitete 1888 bei der Firma Eichenberger als Buchhalter. Er hatte dann die Idee, selber ein Geschäft zu gründen. Dafür gab ihm sein Chef ein Darlehen von 10‘000 Franken. Damit eröffnete er die kleine Zigarrenfabrik Villiger. Leider ist er schon im Alter von nur 40 Jahren verstorben. Ihre Grossmutter übernahm die Leitung und führte das Unternehmen erfolgreich weiter, trotz ihrer vier Kinder, zwei Töchter und zwei Söhne. Einer der Söhne war der Vater von Monika Villiger. Dieser lernte den kaufmännischen Beruf und es zog ihn nach Amerika. Nach einer Weile wurde er jedoch zurückberufen, um in der Firma Villiger das Administrative zu übernehmen.
Unterwegs auf der ganzen Welt
Nun zurück zu Monika Villiger. Nach der Bezirksschule verbrachte sie ein Jahr in Neuenburg. Danach absolvierte sie die Handelsschule und arbeitete als kaufmännische Angestellte in der Firma Villiger. Alsbald zog es auch sie nach Amerika. Sie wollte etwas erleben und sehen von dieser Welt. In Mexiko besuchte sie an der Uni einen Spanisch-Kurs, denn Sprachen waren ihr wichtig. Monika Villiger war schon immer sehr reisefreudig. Sie war per Autostopp unterwegs, was heute nicht mehr zu denken wäre. So führte sie der Weg auch nach Lima in Peru. Um das Reisen zu finanzieren, hat sie unterwegs immer wieder einen Job angenommen.
Später arbeitete sie in Italien als Sekretärin und danach bei der Firma Mövenpick, bis ihr Vater sie ins Geschäft zurückrief. 1967 hat Kaspar Villiger das Geschäft in Pfeffikon übernommen, und sie war dort als Sekretärin tätig. Auch hier rief immer wieder die Ferne. Als Verkauf-Export-Beauftragte bereiste sie viele Länder wie England, Holland, Gibraltar, Malta und Zypern. Ihr Ziel war es, neue Kunden zu gewinnen und die Geschäfte voranzutreiben. So knüpfte sie überall gute Kontakte und war massgeblich am Aufbau des internationalen Exportgeschäfts des Unternehmens beteiligt.
Mit viel Begeisterung plante Monika Villiger auch eine geschäftliche Weltreise. Sie flog von Zürich nach Dubai, Sri Lanka, weiter nach Hong Kong, auf die Philippinen und nach Australien. Zu jeder Destination wusste sie eine Anekdote zu erzählen.
Die Referentin gewährte den Anwesenden somit einen spannenden Einblick in ihr abenteuerliches Leben.
Irene Widmer

