Kampfsieg und die Saison geht weiter
26.03.2026 SportIm dritten Spiel der Playoff-Serie gegen Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf gelingt den Lok Damen der erste Sieg. Sie retten einen knappen 1:0 Vorsprung über die Zeit.
In den ersten beiden Spielen der Playoff-Serie gegen UBN mussten sich die Lok Damen geschlagen geben, so stand ...
Im dritten Spiel der Playoff-Serie gegen Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf gelingt den Lok Damen der erste Sieg. Sie retten einen knappen 1:0 Vorsprung über die Zeit.
In den ersten beiden Spielen der Playoff-Serie gegen UBN mussten sich die Lok Damen geschlagen geben, so stand ihnen im dritten Spiel das Wasser bereits bis zum Hals. Mit einer weiteren Niederlage wäre die Saison beendet und UBN wäre für die Aufstiegsspiele qualifiziert.
Die Reinacherinnen setzten seit der ersten Spielsekunde alles daran, dass es nicht so kommen würde. Sie erwischten den besseren Start ins Spiel und konnten den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren lassen. Energiegeladen versuchten die Damen des UHC Lok Reinach, das Glück an diesem Abend auf ihre Seite zu reissen. Doch die Gegnerinnen zeigten sich gewohnt ballsicher und kombinierten sich immer wieder vors Reinacher Tor.
Reinach jubelte an diesem Abend jedoch zuerst: nach rund 15 Spielminuten zappelte der Ball erstmals im Nürensdorfer Netz. Die Erleichterung auf Reinacher Seite war gross, doch sie währte nicht lange. Das Tor wurde aberkannt, da der Ball nicht per Stock, sondern per Bein seinen Weg ins Tor fand. Die Lok liess sich aber nicht beirren und zog weiterhin ihr Spiel auf. 15 Sekunden vor der ersten Drittelspause klappte es dann doch: nach einem Pass von Rachel Wicky brachte Nuia Villiger die Lok in Führung.
Umstellung auf zwei Linien
Den Reinacher Spielerinnen war bewusst, an diesem Abend konnte viel drin liegen. Beflügelt vom ersten Treffer starteten sie ins zweite Drittel. Jedoch waren auch die Gegnerinnen vom Tor aufgerüttelt und stellten auf zwei Linien um, in der Hoffnung, die Lok so besser unter Druck zu setzen. Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurde UBN. Immer wieder musste die Reinacher Torfrau Nadine Hofstetter eingreifen oder der Ball landete im Block einer Reinacher Verteidigerin. Auch die Reinacherinnen kamen zu ihren Chancen, diese wurden aber im Verlaufe des Drittels immer rarer. Das Spiel ging ohne weitere Tore in die zweite Pause.
Kämpferische Defensive
Im Schlussdrittel waren die Reinacherinnen dann vermehrt mit Verteidigen beschäftigt, taten dies aber sehr clever. Immer wieder konnte eine Gegnerin entscheidend gestört werden und die Reinacher Torfrau hielt ihr Tor dicht. In der 45. Spielminute wurde das Reinacher Boxplay erstmals geprüft.
Wegen eines wiederholten Vergehens musste eine Reinacherin auf der Strafbank Platz nehmen. Doch auch diese Aufgabe meisterten die Reinacherinnen mit viel Kampfgeist und Wille. Jeder geblockte Schuss wurde von der Bank bejubelt, jeder gefangene Ball der Torfrau bestärkte das Team. Das Boxplay musste sich knapp drei Minuten vor Spielende noch einmal beweisen – und tat dies souverän. Erneut pfiff der Schiedsrichter ein wiederholtes Vergehen und erneut zeigte sich die Reinacher Defense kämpferisch. In den entscheidenden Momenten half das nötige Quäntchen Glück den Reinacherinnen die Null zu halten. 30 Sekunden vor der Schlusssirene nahm UBN dann noch ein Time-Out und ersetzte seine Torfrau mit einer sechsten Feldspielerin. Doch auch den letzten Angriff konnten die Reinacherinnen abwenden und retteten somit die knappe Führung über die Spielzeit.
Nach zwei Heimspielen jetzt zweimal auswärts
In der Serie steht es nun also 1:2 für UBN und das nächste Spiel wird am kommenden Samstag, 28. März um 16 Uhr in Nürensdorf angepfiffen. Sollten die Reinacherinnen erneut gewinnen, käme es gleich am nächsten Tag zur Belle, um 18 Uhr, ebenfalls in Nürensdorf.
Livia Dössegger

