Frauenpower am Tag der Frau
12.03.2026 GontenschwilMit einem Koffer voller verrückter Ideen, einer Vielfalt an Instrumenten und pfundweise Talent und Humor im Gepäck, wurde das Publikum auf eine Reise in die Welt mitgenommen. Als Begleiterinnen amteten die Krausen Glucken.
Es sind zwar etwas «schräge ...
Mit einem Koffer voller verrückter Ideen, einer Vielfalt an Instrumenten und pfundweise Talent und Humor im Gepäck, wurde das Publikum auf eine Reise in die Welt mitgenommen. Als Begleiterinnen amteten die Krausen Glucken.
Es sind zwar etwas «schräge Hühner», wie sich die drei Rickenbacher Künstlerinnen gleich selbst beschreiben. Der Name aber, «Krause Glucken» hat mit dem Federvieh rein gar nichts zu tun. Namensvetterin sei vielmehr ein Speisepilz, ähnlich einem Schwamm. Wohlschmeckend, gut riechend und leicht bitter werdend mit höherem Alter, begeisterte er schliesslich die Geschmacksnerven von Jung und Älter. Wenn Susanne Müller (Klavier, Akkordeon, Gesang und Arrangements), Karin Limacher (Violine, Posaune, Rhythmus und Gesang) und Cordula Caminada (Leadsängerin, Saxophon, Trompete und Querflöte) in Action sind, ist von Bitterkeit gar nichts zu bemerken. Sie sind noch genauso zeitlos jugendlich, umwerfend, temperamentvoll und verblüffend, wie eh und je. Bis vor ein paar Jahren zu viert unterwegs, sind sie jetzt noch ein Trio, was aber den neuen Arrangements keinen Abbruch tut. Viel zu vielseitig sind die drei Powerfrauen, was Instrumente, Musik oder Showeinlagen betrifft. Und ihr Publikum ist ohne Massen treu. Claire und Peter Graf zum Beispiel, fuhren extra aus dem Thurgau zum Auftritt. Sie haben die Künstlerinnen auf einer Schiffsreise kennengelernt und freuten sich, dass schon im April wieder in See gestochen wird. «Hei Balu, wie hesch es?», riefen sie, als sie einen Bekannten im Publikum entdeckten. In der Gluckengemeinschaft, da kenne man sich halt, so wurde verraten.
Feuerwerk voller Humor
Am internationalen Frauentag – darüber freuten sich die Künstlerinnen ganz besonders – überraschten sie einen übervollen Gontenschwiler Kirchgemeindesaal mit Erlebnissen, Musik, theatralischen Showeinlagen und gleich ganzen Löffeln voller Humor. Bruno Hartmann, Präsident der Kulturkommission, und sein Team zeigten sich vom Erfolg überwältigt. Sie organisieren rund jedes Quartal einen Anlass für die Mitglieder und weitere Interessenten, doch kaum je war die Stimmung so enthusiastisch und fröhlich wie am Sonntag. «Die Glucken reissen uns einfach mit», verriet eine Dame im Publikum und klatschte zur Darbietung im Takt weiter mit. Die ersten Minuten wurden im Wilden Westen verbracht. «Ich will ‘nen Cowboy als Mann!», forderte Cordula Caminada, es sollte wohl einer sein, der «7000 Rinder» hüten kann. Mit «I am, what I am» demonstrierten die Glucken ihre weiblichen Waffen, um schliesslich in Italien dem Dolce Vita zu frönen. Noch mit der Swissair reisend, führte der Ausflug danach in die Schweiz, wo man auf Margrit Rainer und Ruedi Walter traf. «Hans, stand uf!» stand auf dem Programm, wofür den Kindern im Publikum sicherheitshalber die Augen zu verdecken seien. Ganz so sexy war die vorausgesagte «Bettszene» dann aber doch nicht, viel mehr witzig, humorvoll und frech. Die Künstlerinnen sagten abschliessend, sie seien für Engagements jeder Art zu haben. In ihrem Kalender sei der eine und andere Termin auch noch frei.
Cornelia Forrer


