Frühlingsblüher für Wildbienen
19.03.2026 MenzikenBei bewölktem Himmel fanden sich ca. 20 Interessierte zum Thema «Früh blühende Pflanzen und ihre Wichtigkeit für Wildbienen», ein.
(Eing./jaf.) Nach der Begrüssung durch die Präsidentin des Vereins Naturgarten Netzwerk, Cornelia ...
Bei bewölktem Himmel fanden sich ca. 20 Interessierte zum Thema «Früh blühende Pflanzen und ihre Wichtigkeit für Wildbienen», ein.
(Eing./jaf.) Nach der Begrüssung durch die Präsidentin des Vereins Naturgarten Netzwerk, Cornelia Pasinelli, erzählt die Gastgeberin Barbara Gautschi Wissenswertes aus der Welt der Wildbienen.
Aktuell, von Februar bis März, fliegt die gehörnte Mauerbiene, die wie die rote Mauerbiene auch ein rotes Hinterteil hat. Letztere fliegt allerdings etwas später. Auch fliegen Frühlingsseidenbienen und die Frühlingspelzbiene sowie die schöne, imposante, aber harmlose blauschwarze Holzbiene.
Frühlingsblüher für Wildbienen
Für die Bienenarten, welche bereits unterwegs sind, braucht es dir richtigen Frühlingsblüher. Die Kornelkirsche auch Tierlibaum genannt, ist ein guter Ersatz für die Forsythie, die zwar schön anzusehen ist, aber den Wildbienen nichts bringt.
Weitere wildbienenfreundliche Pflanzen sind Krokus, Wildtulpen, Narzissen ungefüllt, Weiden, Hohlknolliger Lerchensporn, Primeli, Frühlings-Schlüsselblumen, Stinkende Nieswurz, Christrose (helleborus niger) und echtes Lungenkraut.
Um Wildbienen im Garten zu halten und fördern, braucht es Nistplätze. Die Teilnehmenden erfahren, dass der grösste Teil der Wildbienen Nester im Boden baut. Dafür brauchen sie ein grosses Nektar- und Pollen-Angebot –und das auch noch in einer Distanz von weniger als 200 Metern. Wer seinen Garten wildbienenfreundlich gestalten möchte kann sich das Buch «Fertig zum Einzug: Nisthilfen Wildbienen» von Werner David zu Hand nehmen.
Wichtige Fakten über Wildbienen
• Hummeln sind auch Wildbienen – und besonders früh unterwegs!
• Lebensweise: Viele Arten sind Einzelgänger (solitär) und bringen nur eine Generation pro Jahr hervor (univoltin).
• Kurze Lebensdauer: Meist nur 11 Wochen im Frühjahr.
• Besonderheit Holzbiene: Sie baut den ganzen Sommer über Nisthöhlen im Totholz und kann so ihre Nachkommen noch kurz erleben.
• Nistplätze: lediglich ¼ der Arten nutzen waagrechte Nisthilfen, die meisten bauen im Boden oder an Lösswänden.
• Kuckucksbienen: ¼ der Arten sind Brutparasiten und nutzen fremde Nester.
Wichtig für die Wildbienen sind folgende Faktoren
• Nektar und Pollen als erste Nahrungsquelle nach dem Winter
• Nistmöglichkeiten in der Nähe (max. 200 m Entfernung)
Praktische Tipps für Nisthilfen
• Markhaltige Stängel: Himbeere, Brombeere oder Holunder zu «Stängel-Raketen» binden und senkrecht anbringen – ideal für Balkon oder Garten.
• Totholz: Für Holzbienen und andere Arten, die in Holz nisten.
• Bodenbrüter: Offene, sandige oder lehmige Flächen im Garten belassen.
