Es ist noch nicht lange her, dass Peter Eichenberger, Mitglied der Sängerfrönde und ehemaliger Militärkoch, fand, es wäre an der Zeit, zwei Traditionen wieder aufleben zu lassen. «Eine kulinarische und eine spielerische», wie er damals mit einem Schmunzeln ...
Es ist noch nicht lange her, dass Peter Eichenberger, Mitglied der Sängerfrönde und ehemaliger Militärkoch, fand, es wäre an der Zeit, zwei Traditionen wieder aufleben zu lassen. «Eine kulinarische und eine spielerische», wie er damals mit einem Schmunzeln erklärt hatte. Wie gut das dem Verein gelungen ist, zeigte der Rundgang vergangenes Wochenende.
Samstagmittag kurz vor 11 Uhr. Die Tische im Foyer des Löwensaals waren gedeckt. Die ersten Brotscheiben waren bestrichen. Das Öl hatte Betriebstemperatur. Und einer der Sängerfrönde krönte gerade die selbstgemachte Schwarzwäldertorte mit Schokoraspeln. «Eine gelungene Premiere», war sich das Küchenteam einig.
Im Foyer haben gerade die Mitglieder der Schützengesellschaft Platz genommen. «Ich finde es wichtig, dass man Vereine, die sich engagieren unterstützt», sagt Präsident Jürg Weber. «Darum essen wir hier vor dem Training zu Mittag.» Zwei Tische weiter hatte man bereits zu den Jasskarten gegriffen, die Spieler liessen sich auch von den stetig mehr eintreffenden Gästen nicht ablenken.
Gemeinsam zu Mittag essen
Vielen steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Eine ältere Dame erklärt: «Für einen allein würde die Zubereitung keinen Sinn machen – aber hier schmeckt es einfach wunderbar.» Nach einem Augenblick fügt sie hinzu: «Ausserdem finden sich hier immer Abnehmer, wenn man den eigenen Hunger überschätzt hat. Oder die Lust auf ein Stück Kuchen einfach grösser ist.» Die Herren an ihrem Tisch nicken zustimmend.
Um 12 Uhr sind alle Tische besetzt. Nachbarn, befreundete Vereine, Söhne, Töchter, Enkel, Geschwister – ein Familienfest fürs ganze Dorf. Und mit glücklichen Gesichtern krönen die Sängerfrönde ihren Anlass noch mit einem kleinen Konzert.
Graziella Jämsä