Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Mit dem spektakulären 5:3-Sieg gegen den FC Rapperswil-Jona bleibt der FC Aarau im Aufstiegsrennen dabei und hat nebenbei noch den Ligaerhalt geschafft.
Man kann den Spielverlauf zwischen dem FCA und den Rapperswilern als ...
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Mit dem spektakulären 5:3-Sieg gegen den FC Rapperswil-Jona bleibt der FC Aarau im Aufstiegsrennen dabei und hat nebenbei noch den Ligaerhalt geschafft.
Man kann den Spielverlauf zwischen dem FCA und den Rapperswilern als spektakulär bezeichnen oder einfach als «unnötig spannend». 0:2 lag das Heimteam nah knapp zwölf Minuten hinten. Zuvor setzte Aaraus Shkelqim Vladi einen Freistoss an den Pfosten, ehe die Gäste mit zwei einfachen Vorstössen die Aarauer übertölpelten. Trotz der Führung lag der Aarauer Sieg weiterhin in der Luft, denn fortan war es die Iacopetta-Elf, die den Ton angab. Insgesamt 38 Abschlüsse werden die Aarauer über die gesamte Spielzeit verteilen, während Rapperswil nach der Führung nur noch fünfmal vor dem Aarauer Tor auftauchten.
Die nun vorgelegte Dominanz Aaraus ist die Art Reaktion, wie man sie als Fan gerne öfter sähe. Mit grossem Selbstvertrauen kombinierte man sich durch die gegnerischen Abwehrreihen. Nur beim Abschluss sündigte das Heimteam zu oft. Gut hatte Shkelqim Vladi noch in der ersten Halbzeit auf 1:2 verkürzt und derselbe Vladi auch kurz nach der Pause den Gleichstand wiederhergestellt. Mit einem Prachtstor der Marke Super League, notabene.
Noch vor Ablauf einer Spielstunde nutzte Valon Fazliu die Chance einen Elfmeter zum 3:2 zu verwerten. Was danach passierte, war ein Schaulaufen mit Schönheitsfehlern, denn nach dem 4:2 liess die Aarauer Konzentration nach, was die Gäste zum Anschlusstreffer nutzten. Das Spiel hätte ab der 80. Minute in jede Richtung laufen können, doch trotz Schiedsrichter Luca Piccolo, dessen Entscheidungen oft etwas Willkürliches hatten, gingen die Aarauer als 5:3-Sieger vom Platz. Daniel Afriyie traf in der Nachspielzeit. Mit etwas mehr Zielwasser im Blut wären auch sieben oder acht Treffer möglich gewesen.
Weil auch der FC Vaduz (1:0 in Nyon) und Yverdon Sport (4:0 gegen Bellinzona) das Punktemaximum erbeutet hat, bleibt es an der Tabellenspitze spannend. Vaduz liegt fünf Punkte vor Aarau und diese wiederum sieben Punkte vor Yverdon. Weil Bellinzona im 23. Spiel zum 16. Mal verloren hat, steht damit auch fest, dass der FCA in dieser Saison nicht mehr Letzter werden kann. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Nächster Gegner ist der FC Etoile Carouge. Anpfiff auf der «Fontenette» ist am kommenden Freitag um 20.15 Uhr.
Remo Conoci