In den heutigen schnelllebigen Zeiten klingt es fast wie ein Märchen: Manfred Mauch blieb der Bank Leerau bisher seit 50 Jahren treu und wird sogar noch ein paar Wochen bleiben, denn er liebt sein Handwerk auch heute noch.
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der ...
In den heutigen schnelllebigen Zeiten klingt es fast wie ein Märchen: Manfred Mauch blieb der Bank Leerau bisher seit 50 Jahren treu und wird sogar noch ein paar Wochen bleiben, denn er liebt sein Handwerk auch heute noch.
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Bank Leerau, Kevin Rohner, ist sich sicher, dass es heute ein seltenes Privileg sein wird, einen Mitarbeiter zu ehren, der das Unternehmen während 50 Jahren begleitete. Seit einem halben Jahrhundert, nämlich seit 1976 – Kevin Rohner war damals noch gar nicht auf der Welt – ist er Teil der Bank und hat manche Veränderung hautnah miterlebt.
Sowohl die Finanzwelt als auch die Technik und die Gesellschaft hat sich in dieser Zeit grundlegend verändert. Über verschiedene Phasen hinweg habe er die Bank mitgeprägt, und dies bedeutet Loyalität und Engagement. «Andere Zinsen, andere Produkte, andere Systeme, andere Regulierung – und immer war da eine Konstante», so Rohner. «Menschen wie du, die dafür sorgen, dass unsere Werte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Alltag spürbar sind.» Als junger Mann sei er in die Bank eingetreten und habe sich im Laufe der Jahre zu einem ausgewiesenen Fachmann entwickelt. Er habe nicht nur Produkte verkauft oder Depots verwaltet, er habe Menschen begleitet, beim Vermögensaufbau bei wichtigen Lebensentscheidungen, beim Übergang in die Pension und beim Weitergeben von Vermögen an die nächste Generation. «Viele unserer Kunden verbinden die Bank Leerau ganz direkt mir dir, Manfred.»
Vom Hobby profitiert
Manfred Mauch ist nicht nur ein versierter Banker, sondern auch ein excellenter Weinkenner. Er holt sich direkt beim Weinbauer die besten Tropfen aus dem Keller und überrascht damit seinen eigenen kleinen Kundenkreis. Davon konnte auch die Bank profitieren, denn er entwickelte sich als ganz persönlicher Sommelier der Bank. An Kundenanlässen, einem Bankapéro oder an internen Feiern konnten die Teilnehmenden von seiner guten Nase und dem empfindsamen Gaumen profitieren, denn mit derselben Sorgfalt, mit der er Portfolios zusammengestellt hat, hat er auch die interne Weinkarte bestückt: «ausgewogen, gut durchdacht, mit einem Blick für Qualität und das gewisse Etwas», so Rohner.
Sichtlich gerührt dankte Manfred Mauch für die lobenden Worte aus dem Munde seines Chefs – er hat davon schon einige erlebt – und meinte: Ganze 50 Jahre musste ich warten, bis ich einmal an diesem Rednerpult stehen darf. Jetzt bin ich da, vor rund 600 Genossenschaftern, und verstehe, warum Kevin am liebsten mindestens vier Generalversammlungen pro Jahr durchführen möchte.»
Frieda Steffen