2:0-Führung in der Serie
05.03.2026 SportAm Samstagabend eröffnete Lok Reinach die Best-of-five-Halbfinalserie gegen die Bern Capitals vor heimischem Publikum. Während sich die Caps im Viertelfinal in drei Spielen souverän gegen Unihockey Luzern durchsetzten, musste Reinach gegen Aigle über die volle Distanz ...
Am Samstagabend eröffnete Lok Reinach die Best-of-five-Halbfinalserie gegen die Bern Capitals vor heimischem Publikum. Während sich die Caps im Viertelfinal in drei Spielen souverän gegen Unihockey Luzern durchsetzten, musste Reinach gegen Aigle über die volle Distanz gehen. Die Ausgangslage versprach damit ein intensives und umkämpftes Duell auf Augenhöhe.
Wie erwartet agierten die Berner bei gegnerischem Ballbesitz mit hohem Pressing und versuchten, den Reinacher Spielaufbau früh zu stören. Dadurch boten sich den Gastgebern jedoch Räume für schnelle Umschaltmomente, die sie immer wieder gefährlich vor das Tor der Caps führten. Das erste Tor resultierte aus einem Ballgewinn in der Mittelzone: Andrea Vitali tankte sich entschlossen durch und versenkte den Ball in gewohnt abgeklärter Manier in den Maschen. Berns Topskorer Johansson profitierte kurz darauf von einem abgelenkten Schuss und glich aus. In der Folge überstand Lok eine Unterzahlsituation unbeschadet und ging nach 15 Minuten erneut in Führung, wiederum durch einen präzisen Abschluss von Vitali. Wenig später erhöhte Benjamin Reidy nach schönem Kombinationsspiel auf 3:1. Doch 40 Sekunden vor der ersten Pause gelang den Gästen der wichtige Anschlusstreffer.
Im Mitteldrittel bot sich beiden Teams je eine Überzahl-Gelegenheit. Während die Caps ihre Möglichkeiten ungenutzt liessen, zeigte sich Reinach effizienter: Arola erhöhte im Powerplay auf 4:2. Kurz vor der zweiten Pause setzte Lok noch einen drauf. Nach einem schnellen Konter in der 39. Minute war es erneut der auffällige Finne Arola, der zum 5:2 einschob.
Im Schlussdrittel bekamen die Zuschauer nochmals einiges geboten. Benjamin Reidy erzielte nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff das sechste Tor für die Gastgeber. Die Caps reagierten jedoch prompt und verkürzten mit einem Doppelschlag auf 6:4. Reinach liess sich davon nicht beirren und nutzte die offenen Räume in der Defensive der hoch stehenden Berner konsequent aus. Doyle und Cimino erhöhten mit ihren Treffern auf 8:4. In einer packenden Schlussphase gelang den Gästen lediglich noch ein Torerfolg nach einem Distanzschuss. Mit einem sechsten Feldspieler versuchten die Berner nochmals die Wende zu erzielen, doch Cimino setzte mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt.
Reinach legt im zweiten Spiel nach
Nach dem Heimsieg in Reinach wurden die Karten am Sonntag in Gümligen neu gemischt. Im Herbst kassierte Lok Reinach im Berner Vorort die erste Niederlage der Saison. Entsprechend war man sich bewusst, dass auch das zweite Duell der Halbfinalserie zu einer schwierigen Aufgabe werden würde.
Lok Reinach erwischte den besseren Start in die Partie. Topskorer Benjamin Reidy wurde bereits in der dritten Minute von seinem Sturmpartner Mikko Levänen auf der linken Seite mustergültig in Szene gesetzt und verwertete die erste gute Gelegenheit eiskalt zur frühen Führung. Die Aargauer präsentierten sich im Startdrittel deutlich effizienter als die Hausherren. Während die Berner zu mehreren Abschlüssen kamen, die entweder geblockt oder von Luke Sandmeier im Reinacher Tor pariert wurden, stellte Jesse Arola nach einer sehenswerten Einzelaktion auf 0:2.
Die Gastgeber kamen nach der ersten Pause verbessert aus der Kabine und verkürzten mit einem abgelenkten Schuss. Wie bereits am Vortag standen die Caps hoch und versuchten mit aggressivem Pressing, die Reinacher Verteidiger in der Spielauslösung zu Fehlern zu zwingen. Lok Reinach agierte jedoch mehrheitlich souverän, fing zahlreiche Bälle in der Mittelzone ab und nutzte die sich bietenden Räume konsequent. Ein solcher Ballgewinn führte zum 1:3 durch Levänen. Auch in der Folge stellten sich die Aargauer geschickt an: Ein langer Ball auf Cimino hebelte gleich vier Berner aus, ehe dieser souverän zum vierten Gästetreffer einschob. Ein weiterer Ballgewinn in der Mittelzone, diesmal durch Keusch, leitete den nächsten Konter ein, den Andrea Vitali zum 1:5 abschloss. Nach einer kurzen Schwächephase fanden die Caps jedoch wieder besser ins Spiel und verkürzten vor der zweiten Pause mit einem abgelenkten Distanzschuss sowie einem sehenswerten Treffer des ehemaligen Nationalspielers Luca Graf auf 3:5.
Das Schlussdrittel war hart umkämpft und von viel Ballbesitz der ersten Berner Linie geprägt. Gefährliche Abschlüsse blieben jedoch aufgrund der disziplinierten Reinacher Defensivarbeit weitgehend aus. Rund fünf Minuten vor Schluss erzielte Reidy das potenziell vorentscheidende 3:6. Die Caps gaben sich allerdings noch nicht geschlagen und verkürzten postwendend auf 4:6. In der Folge agierten die Gastgeber mit sechs Feldspielern, doch erneut schlug es nur auf der anderen Seite ein: Cimino und Keusch trafen ins verwaiste Tor und machten den Auswärtssieg endgültig klar.
Damit geht der UHC Lok Reinach dank einer geschlossenen Teamleistung in der Serie mit 2:0 in Führung. Das dritte Spiel findet am Samstag, 7. März, um 20 Uhr in der Reinacher Pfrundmatthalle statt.
Oliver Reidy

