An der Musikschule Kulm werden an fünf Standorten über 200 Schülerinnen und Schüler an rund 20 verschiedenen Instrumenten von ebenso vielen Musikschul-Lehrpersonen ausgebildet. Am vergangenen Samstag stellte das Team von Musikschul-Leiterin Eva Freiburghaus ihr Angebot ...
An der Musikschule Kulm werden an fünf Standorten über 200 Schülerinnen und Schüler an rund 20 verschiedenen Instrumenten von ebenso vielen Musikschul-Lehrpersonen ausgebildet. Am vergangenen Samstag stellte das Team von Musikschul-Leiterin Eva Freiburghaus ihr Angebot vor.
Etwa 100 Kinder und Eltern strömten in die Aula Oberkulm. Mit dem Titelthema aus «Star Wars», dargeboten von einem imposanten Ad-hoc-Orchester aus den Lehrpersonen, eröffnete die Musikschule Kulm ihren Informationsanlass. Leiterin Eva Freiburghaus hatte noch keine zwei Sätze ihrer Begrüssung gesprochen, da ragte bereits die Hand eines neugierigen Buben in die Höhe: «Siiie, händ Sie au Saxophon?», fragte er und machte klar, welches Instrument er im Ensemble vermisste. Freiburghaus konnte ihn beruhigen. Natürlich unterrichte die Musikschule Kulm auch Saxophon, er könne sich das dann im Schulzimmer 10 ansehen gehen.
Nach drei weiteren, bekannten Stücken des Orchesters − darunter «Hey, Pippi Langstrumpf» − verteilten sich die Musiklehrpersonen auf ihre zugeteilten Schulräume, wo sie ihre Instrumente präsentabel vorbereitet hatten und warteten auf interessierte Schülerinnen und Schüler. Die liessen denn auch nicht lange auf sich warten. Schon bald drangen hüben wie drüben die ersten Instrumentengeräusche auf den Gang. Grossandrang herrschte beispielsweise bei der Violine. Wohl am lautesten tönte es aus dem Schulzimmer mit den Schlagzeugen, wo sich wohl manche Eltern schon fragten, wie sie die Musikbegeisterung ihres Kindes nun dem Nachbarn erklären sollen. Faszinierend auch die Orgel, die in der Aula steht, und mit Händen und Füssen gleichzeitig gespielt wird. Mit ihrer Grösse, dem immensen Tonumfang und dem vielfältigen Klang gilt sie ja gemeinhin als Königin der Instrumente.
Oboe neu im Angebot
«Das beste Instrument von allen ist die Oboe», das sagt Karin Schweizer. Die neu engagierte Oboenlehrerin wird ab kommendem Schuljahr das Holzblasinstrument mit seinem charakteristischen, klaren Klang unterrichten. Tatsächlich fanden sich einige Kinder in diesem Schulraum ein und liessen sich von Schweizer in die Geheimnisse der Oboe einweihen. Wer es schaffte, dem Instrument erste Töne zu entlocken, dem half die motivierte Lehrerin auch gerne, durch Drücken der richtigen Klappen nochmals Pippis Lied ertönen zu lassen.
Roland Marti