Ein bunter Unterhaltungsstrauss

  26.02.2026 Wynental, Unterkulm

Zweimal ging am vergangenen Wochenende das Jahreskonzert der Musikgesellschaft Teufenthal-Unterkulm (MGTU) unter dem Motto «Blumen – Fleurs – Blueme – Flowers» über die Bühne der Mehrzweckhalle. Die Musikantinnen und Musikanten boten ein abwechslungsreiches Konzertprogramm.

Regelmässige Besucherinnen und Besucher der MGTU-Jahreskonzerte staunten gleich zu Beginn ein erstes Mal. «Do fählt doch öpper ... », sah sich Vereinspräsident Thomas Kaspar, der sich in früheren Jahren die Moderation mit seiner Tochter Sarah teilte, gezwungen, das Publikum alleine zu begrüssen. Sarah meldete sich aber gleich per Videobotschaft aus Chile, wo sie derzeit ein Austauschjahr absolviert. Mit einer Videosequenz aus der aufblühenden Atacama-Wüste nach einem Regenschauer setzte sie einen ersten blumigen Farbtupfer.

Live erleben, wie Kunst entsteht

Ein weiterer folgte in der Person von Laura Miro. Die Partnerin des MGTU-Saxophonisten Ruslan Nytka − in ihrer früheren Heimat Ukraine als Kunstpädagogin tätig − präsentierte ihr Können als Kunstmalerin auf einem Podest neben der Bühne. In echt oder «live» auf den beiden grossen Screens konnte man mitverfolgen, wie im Laufe des Abends ein wunderbares Acrylbild mit Magnolienblüten entstand.

Aber auch musikalisch sorgte die MGTU unter der längst eingespielten Leitung von Yaroslav Kutsan für weitere Blüten und blumige Überraschungen. Den Auftakt bildete der Marsch «Edelweiss und Enzian», gefolgt von Polo Hofers «Blueme» und die «Letzte Rose» mit dem schönen Trompetensolo von Angela Sennrich. Der bekannten Melodie von «The Floral Dance» liess man das «Flower Duet» aus der Delibes-Oper «Lakmé» folgen. Hier glänzten die beiden blutjungen Lia und Yvonne Bieri als Violonistinnen.

Generalprobe fürs Eidgenössische

Danach präsentierte die MGTU «In All Its Glory». In ihrer ganzen Pracht und mit teilweise neuer Uniform wird die vor wenigen Jahren fusionierte Musikgesellschaft mit genau diesem Stück im Juni 2026 am eidgenössischen Musikfest in Biel auftreten. Die Kostprobe am Jahreskonzert bewies: Man ist für den grossen Auftritt gerüstet. Peter Rebers «DˇWält wär voll Blueme» weckte bei etlichen Konzertbesuchenden viele schöne Erinnerungen.

Auch im zweiten Teil des Konzerts geizte die MGTU nicht mit Highlights. Dazu gehörten auch die vier Titel, bei denen die junge Fabienne Streit aus Zetzwil mit ihrer warmen Stimme als Solo-Sängerin glänzte. Neben dem Klassiker «The Rose» von Bette Midler kamen auch modernere Titel von Seal oder Miley Cyrus zur Ehre.

Kurzweiliger Abend

Gefühlt viel zu schnell war das genussreiche Konzert zu Ende − und gleichzeitig konnte Laura Miro ihr fertiges Gemälde präsentieren. Längst nicht alle Konzertbesucherinnen und - besucher traten mit den Klängen der letzten Zugabe, dem altehrwürdigen Radetzky-Marsch, im Ohr sogleich den Heimweg an. Viele genossen weiter das kulinarische Angebot der vom Turnverein Teufenthal und der MG Gränichen geführten Festwirtschaft. Oder sie wechselten an die Blüemli-Bar und liessen dort den blumigen Abend ausklingen.

Roland Marti


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