Nein, das geht gar nicht!
Wie Medienberichte publik gemacht haben, wurden 2025 in der Wyna extrem hohe Konzentrationen des hochgiftigen Insektizids Deltamethrin nachgewiesen. Gemäss den publizierten Messresultaten wurden die ökotoxikologischen Qualitätskriterien für ...
Nein, das geht gar nicht!
Wie Medienberichte publik gemacht haben, wurden 2025 in der Wyna extrem hohe Konzentrationen des hochgiftigen Insektizids Deltamethrin nachgewiesen. Gemäss den publizierten Messresultaten wurden die ökotoxikologischen Qualitätskriterien für Gewässerorganismen dabei um ein Vielfaches – teils um das 4200-fache – überschritten.
Die Wyna fliesst nicht nur durch Beromünster im Kanton Luzern, sondern rund 20 km durchs Wynental, bis sie in die Suhre und anschliessend in die Aare mündet. Es ist nicht tolerierbar, dass das Wasser in der Wyna so toxisch belastet ist, dass Kinder beim Baden oder Planschen gefährdet wären. Deltamethrin gehört zur Gruppe der Pyrethroide, ist ebenso für Fische und Wasserinsekten hochtoxisch und beeinträchtigt Gewässer nachhaltig.
Die nicht akzeptierbare toxikologische Überbelastung ist schon schlimm genug. Aber es kommt noch schlimmer: Es gab keine Warnung an den Kanton Aargau und die betroffenen Gemeinden und Bevölkerung.
Es geht hierbei um eine Gefährdung von Menschen und Tieren.
Aus diesem Grund bin ich Mitinitiantin einer Interpellation, welche vom Regierungsrat unter anderem Antworten über
• Monitoring von Pestiziden in Oberflächengewässern wie der Wyna und dem Hallwilersee
• Pestizidbelastung in Oberflächengewässern im Kanton Aargau
• Abläufe und Zuständigkeiten, insbesondere bei grenzüberschreitenden Ereignissen (LU/AG)
• Richtigkeit der Messdichte und Stoffauswahl, um Belastungsspitzen zeitnah korrekt zu erkennen
• Definierte Massnahmen im Kanton Aargau bei Grenzwertüberschreitungen
• Berücksichtigung chemischer Belastungen bei der Verwendung von Trinkwasser aus diesen Gewässern einfordert.
Die Interpellation verlangt eine dringliche Überprüfung der Wirksamkeit des Gewässerschutzes im Kanton Aargau. Die Antworten des Regierungsrates werden die Grundlage bilden, um weitere zielgerichtete Vorstösse lancieren zu können.
Lucia Lanz
Grossrätin SP, Beinwil am See