Gespannt warteten die Ruedertaler sowie die früheren Gäste des Gasthofs zum Storchen auf die Wiedereröffnung. Die Lokalitäten sollen sanft restauriert werden, und das Gasthaus ins gastronomische Konzept des Schlosses mit Hotel, Bistro und Bar integriert werden. Nun ist ...
Gespannt warteten die Ruedertaler sowie die früheren Gäste des Gasthofs zum Storchen auf die Wiedereröffnung. Die Lokalitäten sollen sanft restauriert werden, und das Gasthaus ins gastronomische Konzept des Schlosses mit Hotel, Bistro und Bar integriert werden. Nun ist alles bereit und der «Store» wieder geöffnet.
Im Gasthof zum Storchen in Schlossrued werden die Gäste seit dem vergangenen Wochenende wieder empfangen, vorwiegend vom Gastgeber Gastronomie Schloss Rued, Luca Conrad. Mit seinem Team pflegt er die gemütliche Gastlichkeit des Lokals, das, in Weiss und Mint gehalten, wesentlich heller und zum Teil auch moderner wirkt als bisher. Antike trifft hier zum Teil Moderne, was den Räumen ein ganz bestimmtes Flair verleiht. Der gesamte Gastronomiebetrieb des Schlosses Rued ist neu an 365 Tagen pro Jahr geöffnet, wobei jedoch der «Storchen» lediglich über die Mittagszeit, von 11.30 bis 14 Uhr und abends geöffnet ist. Eigentlich schade, denn Kaffee und Kuchen am Nachmittag oder ein kleines Zvieri für Handwerker, Wanderer oder Velofahrer – an schönen Sommertagen in der Gartenwirtschaft – liegen im Moment nicht mehr drin. Den im Ruedertal früher gängige Spruch: «Chom mer gönd halt schnäll in Store», bringt heute nicht mehr den gewünschten Erfolg. Für einen Znüni oder nachmittägliche Genüsse müsste man schon den Weg zum Schloss hinter sich bringen, denn das Schlossbistro bietet die Dienste den ganzen Tag an und an der Schlossbar können die Besucher die Abende gediegen ausklingen lassen. Die heutigen Betreiber, Michael Stutz und Samuel Stutz, sind Gastronomen mit jahrzehntelanger Erfahrung und haben sich nach gründlichen Analysen für diesen Weg entschieden. Ob er den erhofften Erfolg bringen wird, bleibt abzuwarten. In den nächsten Wochen wird das Feedback zeigen, ob Änderungen vorgenommen werden müssen.
Freundliche Bewirtung
Aber immerhin werden an 365 Tagen im Jahr gluschtige Mittagsmenüs und Köstlichkeiten à la carte angeboten, und auch die Speisekarte für den Abend lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Der Küchenchef setzt vorwiegend auf regionale Produkte und währschafte Küche, mit neuen Ideen aufgemotzt, wie zum Beispiel «Schnitz und Dronder» oder einen Hackbraten, der sehr nach «Grossmutterart» schmeckt. Es gibt aber auch Hamburger oder Cheeseburger sowie Pouletflügeli usw. Die köstlichen Desserts zeugen von viel Kreativität. Weintrinker kommen ebenso auf ihre Kosten wie die Liebhaber von Bierspezialitäten. Denn die schlosseigene Brauerei hat längst über die Region hinaus einen guten Namen. Neu wird sie zudem von einem Braumeister betrieben, welcher das Sortiment erweitern möchte. Das nötige Rüstzeug holt er sich zur Zeit in München, Bayerns Bierhochburg.
Mit der Wiedereröffnung des Storchens ist das gastronomische Konzept in Schlossrued vollständig. Für Hotelgäste stehen neu auch eine Zweiersauna und ein Eisbad zur Verfügung, neben umfassend renovierten Hotelzimmern. Grosser Beliebtheit erfreut sich inzwischen das Schloss auch weiterhin als Seminarzentrum.
Frieda Steffen