Klingende Highlights für jeden Geschmack
08.01.2026 Seetal, Seon«Jedes Jahr ein eigenes Programm mit einer Mischung aus bekannten Namen, jungen Talenten und Überraschungsgästen.» So könnte man das Konzept des Forum-Veranstaltungs-Team zusammenfassen. In diesem Jahr hat das Publikum zehn Gründe zur ...
«Jedes Jahr ein eigenes Programm mit einer Mischung aus bekannten Namen, jungen Talenten und Überraschungsgästen.» So könnte man das Konzept des Forum-Veranstaltungs-Team zusammenfassen. In diesem Jahr hat das Publikum zehn Gründe zur Vorfreude.
«2025 war ein gutes Jahr», verrät Josef Stocker, der die Programmleitung inne im Forum inne hat. Der Auftritt von Dodo Hug im vollen Saal sei auf jeden Fall ein Highlight gewesen. «Aber auch Terry & the Hot Sox oder Alex Klein & Band sind sehr gut angekommen.» Den Auftritt des Duos «Luna Tic» habe man gerne auf den Hinweis eines Gastes organisiert. «Und die beiden Sängerinnen Mademoiselle Olli aus Paris und die Claire aus Berlin haben mit ihren Versionen längst vergangener Lieder grossen Applaus verdient.»
Auch 2026 spielt Musik die Hauptrolle im Forum. Den Anfang machen am 30.Januar die Gadjolinos mit ihrem Programm «Django Reinhart». Das vierköpfige Ensemble hat sich ganz dem Jazz des «Hot Club de France» von Django Reinhardt und Stéphane Grapelli verschrieben. Seit sieben Jahren bespielt und erfreut das Gadjolinos Gypsy Swing Ensemble die ganze Schweiz mit seinem Sound. Der international bekannte Klarinettist Simon Wyrsch trägt mit seinen virtuosen Melodien und Soli zu diesem musikalischen Feuerwerk bei. Begleitet werden die zwei Solisten von den unerschütterlich swingenden Dani Zürcher an der Rhythmusgitarre und Augustin Maissen am Kontrabass. Und um das Publikum noch mehr in das Feeling der damaligen Epoche hineinzuversetzen, kleiden sich die Gadjolinos bei ihren Auftritten ganz nach der Mode der damaligen Zeit.
Songs, die Geschichte schrieben, lässt «The Rock 66» am 27. Februar erklingen. Drei Jahre ist es her, dass die Musiker den Forumssaal zum Kochen brachten, jetzt präsentieren sie wieder Covers vom Feinsten. Wer kennt sie nicht, die Klassiker «Another Brick in the Wall» und «Comfortably Numb» von Pink Floyd. Die Gitarrensoli von David Gilmour sind legendär und gelten als musikalische Geniestreiche. Dort, wo andere Coverbands kapitulieren, legen sich die zwei Gitarristen Nik und Iain voll ins Zeug und liefern ab. David Gilmour hätte seine helle Freude beim Zuhören.
Die dritte Musikgattung bringt am 27. März die Crazy Days Big Band auf die Bühne. Die Formation in der authentischen Big-Band-Besetzung unter der Leitung von Kurt Söldi widmet ihren Einsatz dem Jazz in seiner ganzen Bandbreite. Dabei gehören nicht nur Klassiker von Count Basie, Duke Ellington, Billy Strayhorn oder Cole Porter zum Programm, sondern auch Arrangements der jüngeren Generation sowie Latin und Salsa. Bei diversen Auftritten begeistert die Band mit ihrem aussergewöhnlichen Groove.
Interkontinental
Am 24. April treten Adjiri Odametey & Band im Forum auf. Schon der Programmtitel: «Ekonklo – on the other side» verspricht eine Entdeckungsreise. Adjiri Odametey wuchs in der ghanaischen Hauptstadt Accra auf, wo schon immer Menschen verschiedener Ethnien ihre musikalischen Traditionen pflegten. Durch seine Auslandstourneen als Jugendlicher lernte er unterschiedlichste Stilrichtungen kennen, die ihn beeinflussten. Als Botschafter authentischer afrikanischer Musik gelingt ihm mühelos der Crossover.
Highlight vor der Sommerpause
Einen humorvollen Kontrapunkt setzen vor der Sommerpause «Pasta del amore». Am 22. Mai fordern sie das Publikum auf: «Sink Positiv». Heinz und Werni, die zwei beliebten Figuren von Bruno Maurer und Christian Gysi, haben sich mit den Fragen darum herum noch nie befasst. Sie sitzen fest im Sattel – nicht auf – aber im Rössli und wissen ganz genau, was Sache ist. Trotz Informationstsunami, welcher regelmässig überschnappt und auch ihnen den Boden unter den Füssen wegzuspülen droht, bleiben sie optimistisch. Zusammen mit ihren Bühnenfiguren versuchen «Pasta del Amore» sich zu orientieren und stolpern dabei über die grossen Fragen des Lebens. Und das Publikum schaut zu und lacht. Weil es sich selbst wiedererkennt.
Start in die zweite Jahreshälfte
Die Assoziation Gitarrist am Lagerfeuer wird ihm nicht gerecht. Am 21. August spielt «Flo Bauer Blues». Der junge Singer-Songwriter Flo Bauer gehört zur neuen Bluesmen-Generation. Seit seinem Auftritt bei «The Voice France 2014» hat er nicht nur ein Album veröffentlicht, sondern spielt auch Konzerte in ganz Europa. Für den Auftritt im Forum präsentiert sich Flo mit seinem Quintett mit treuen und talentierten Musikern, die ihn schon seit 10 Jahren begleiten. Dies ist schweizweit 2026 das einzige Konzert in dieser exklusiven Version.
Ein grosser Name im Zeitgeschehen
Am 25. September ist Frölein Da Capo zu Gast im Forum. In Ihrem fünften Soloprogramm resümiert sie über Anfang und Ausgang, Schaffensdrang und Müssiggang, Fortgang und Abgesang. Sie glaubt an ein Leben nach der Halbzeit und sie weiss: bis zum Schluss hats nochli Spatzig. Allerdings rast die Zeit. Und mit der Zeit auch das Frölein. Stress ist eine typische Halbzeiterscheinung – doch juflen kann nicht die Lösung sein. Mit unscharfem Blick, abenteuerlichen Gedankengängen und frei erfundenen Wahrheiten beweist Frölein Da Capo ihr grosses Wissen über Zeitvergehen und Zeitgeschehen – und überschreitet dabei ihre Kernkompetenzen bedenklich.
Ein Jazz-Heimspiel bieten Harter & Locher featuring Erich Güntensperger und Christian Bachmann am 23. Oktober. Die Musik des Duos berührt durch das variantenreiche Gitarrenspiel von Mathias Harter und dem warmen Saxophon-Sound von Martin Locher. Sie spielen seit vielen Jahren zusammen. Nun wird das Duo mit dem Schlagzeuger Erich Güntensperger und dem Bassisten Christian Bachmann ergänzt. Alle Musiker kennen sich schon lange und sind aus der Region. Mathias und Erich gehören an der Musikschule in Seon schon fast zum Inventar. Mathias und Christian standen im Forum bereits mit der Band Bluestones und mit Beata Bereuter auf der Bühne und Erich und Mathias mit dem Trio Harter Fuchs.
Irlands grüne Hügel
Wenn es draussen wieder viel zu schnell dunkel ist, tut es gut, sich in fremde Länder zu träumen. Am 13. November sind «Flying Fingers» mit Irish Folk im Forum. Sie lieben die irische Musik mit den schnellen, fröhlichen und kämpferischen Stücken sowie getragenen Melodien voller Wehmut, Melancholie und Sehnsucht. Markenzeichen der Gruppe ist die Vielfalt der Instrumente in variantenreicher Besetzung: Tin und Low Whistle, Irish Box, Gitarren, Mandoline, Banjo, Bass, Harp und stimmungsvoller Gesang ziehen das Publikum in den Bann.
Musikgenuss fast vor der Haustür
Am 18. Dezember spielen Friya mit «Niene gits» Folk aus dem Emmental. Friya spielen in der traditionellen Streichmusikbesetzung mit Geige, Hackbrett und Bassgeige. Gepfeffert wird die Musik mit Waschbrett, Löffeln und Trommeln. Gemeinsam mit der Sängerin Martina Lory erweckt Friya Emmentaler Lieder aus den letzten 500 Jahren zu neuem Leben. Sie erzählen Geschichten von der grossen Liebe, von bitterer Armut, reichen Alpen, grossen Revolutionen und vom Teufel im Suchmodus – authentisch und bar jeglicher Volkstümelei – alles sorgfältig und liebevoll arrangiert und in unsere Zeit geholt.
Graziella Jämsä









