Mit der Freiwilligenarbeit der Kirchen setzten sich Menschen wie Regula Zehnder für die Gesellschaft ein und bieten damit für Personen in verschiedenen Lebenssituationen wertvolle Unterstützung im Zeichen der Solidarität und Wertschätzung.
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Mit der Freiwilligenarbeit der Kirchen setzten sich Menschen wie Regula Zehnder für die Gesellschaft ein und bieten damit für Personen in verschiedenen Lebenssituationen wertvolle Unterstützung im Zeichen der Solidarität und Wertschätzung.
(Eing.) «Im Besuchsdienst setze ich einen Teil meiner Freizeit sinnvoll ein und bereite anderen Menschen eine Freude», sagt Regula Zehnder, die für den Besuchsdienst der Kirchgemeinde Gränichen tätig ist.
Sie ist eine der mehr als 770 Freiwilligen, die im Auftrag von reformierten Kirchgemeinden im Aargau Menschen besuchen, oft zu runden Geburtstagen, aber auch Neuzuzüger oder Verwitwete. So wurden im vergangenen Jahr kantonsweit mehr als 11’000 Menschen besucht und 17’000 Besuchsstunden geleistet. Für die Menschen da zu sein ist das Hauptanliegen der diakonischen Arbeit von Kirchgemeinden. Karin Grösser, Co-Leiterin der Fachstelle Diakonie der Reformierten Landeskirche Aargau, sagt: «Der Staat kann viele Aufgabe nicht übernehmen, die Kirchen schliessen vorhandene Lücken.» Nicht nur durch Besuchsdienste, sondern auch durch Budget- und Schuldenberatung, Wegbegleitung in schwierigen Lebenssituationen, Mittagstisch-Angebote, Integration von Flüchtlingen, Begleitung am Lebensende oder Angebote für Familien. Diese Arbeit ist nur dank tatkräftigem Einsatz der Freiwilligen möglich.
Regula Zehnder erzählt: «Der Besuchsdienst ist ein Zeichen der Wertschätzung und Solidarität an älteren Menschen: Jemand denkt an sie und nimmt sich Zeit für sie. Manchmal braucht es ein paar Besuche, bis Vertrauen entsteht, dann sind aber auch sehr persönliche Gespräche möglich. Eine Person, die sehr zurückgezogen in einer Altersinstitution lebt, besuche ich – wenn es die Zeit erlaubt – wöchentlich. Ich konnte ihr schon in manchen kleinen Sorgen etwas helfen oder raten.»
Der Besuchsdienst wird von Katharina Zellweger, Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Gränichen organisiert. Sie ist dankbar für das grosse Engagement der Freiwilligen und freut sich auch über Neuanmeldungen.