Eine Starbesetzung bringt immer Erfolg
08.01.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, OberentfeldenZwei Stunden lachen in den aktuell schwierigen Zeiten tut allen gut. Möglich ist das noch bis zum 24. Januar in der Turnhalle Dorf in Oberentfelden. «Haarigi Ziite» steht dieses Jahr auf dem Programm der über 100-jährigen Theatergesellschaft, und im Coiffeursalon ...
Zwei Stunden lachen in den aktuell schwierigen Zeiten tut allen gut. Möglich ist das noch bis zum 24. Januar in der Turnhalle Dorf in Oberentfelden. «Haarigi Ziite» steht dieses Jahr auf dem Programm der über 100-jährigen Theatergesellschaft, und im Coiffeursalon «Monis Haarmonie» geht es turbulent und dramatisch zu und her.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Theatergesellschaft Oberentfelden führt Corinne Rathgeb Regie in der von ihr in die Aargauer Mundartfassung übertragenen Komödie von Winnie Abel «Haarigi Ziite». Eine besondere Eigenart des neuen Stückes kommt in verschiedenen Bühnenbildern zum Tragen: Oftmals sind zur gleichen Zeit drei verschiedene Szenarien zu beobachten. Während sich die Haupthandlung abspielt, agieren nebenan oder im Hintergrund gleichzeitig weitere Grüppchen, die durchwegs zum allgemeinen Geschehen beitragen und zwingend dazu gehören. Dem Publikum bietet sich stets ein Gesamtbild, indem sich Pointe an Pointe reiht. Dies erfordert höchste Aufmerksamkeit, die sich immer wieder in spontanen Lachern entlädt.
Bewährte Gesichter
Für diesen andauernden Spass verantwortlich sind vor allem langjährige Mitglieder der Theatergesellschaft, aber auch neue Talente, denen die Freude am Spiel anzumerken ist. Moni (Irène Ziörjen) ist die Besitzerin des Salons «Monis Haarmonie». Verheiratet ist sie mit dem selbsternannten Steuerexperten Thomas (Roy Bungert). Als Fels in der Brandung versucht sie die Lage immer im Griff zu halten, auch wenn das oft ihre Kräfte zu übersteigen droht. Thomas ist höchst wandelbar, er erkennt brenzlige Situationen ziemlich rasch und ergreift Massnahmen. Sven, der pedante Steuerprüfer (Daniel Achermann) ist der Beamte in Person, auch durch sein äusseres Erscheinungsbild. Selina (Nadine Garnitschnig) ist ein scheinbar tolpatschiger Sonnenschein, durchaus entwicklungsfähig. Gisela, das lebensfrohe Digital-Desaster (Heidy Hunziker), kommt mit ihrem Handy überhaupt nicht klar, wohl aber mit den Rollen, die sie überzeugend spielt. Ob Silvio, der exzentrische Coiffeur (Marco Brylak) irgendwann in Erscheinung treten wird, steht in den Sternen. Dann sind da noch die drei anspruchsvollen Kundinnen: Daniela (Gabi Schenker), die Bewunderung braucht wie Luft zum Atmen und dafür hohe Ansprüche an Frisur und Gesicht stellt. Oder Anna, die perfektionistische Braut (Sabrina Frei), die auf keinen Falls zu spät zum Standesamt kommen möchte. Und Katharina (Sonia Vitualno), die alles mit ihr geschehen lässt, Hautpsache es hat einen Zusammenhang mit Helene Fischer. Peter (Peter Steiner), der erfolglose Vertreter, fühlt sich äusserst wohl im Salon, wo er fürstlich bedient wird. Sie alle schmelzen im neuen Stück zu einem Team zusammen, das funktioniert. Anlässlich der Premiere vom vergangenen Samstagabend präsentierten sie die neue Produktion als bestens vorbereitetes Ensemble, das sich keine Patzer erlaubte. Das Publikum war total begeistert.
Im Hintergrund
Zum Gelingen beigetragen haben aber auch die arbeitsamen Geister im Hintergrund mit Monika Wullschleger, die für Maske und Kostüme verantwortlich ist. Auch sie geniesst ihren kurzen Bühnenauftritt. Bühnenbauer ist Peter Häusler, Vorverkauf und Kasse übernahmen einmal mehr Beatrice und Jürg Walti. Selbstverständlich können sich die Besucher auch wieder verpflegen. Die Theaterküche, geführt von Cindy Mayor, hat Penne im Angebot mit verschiedenen Saucen. Aber auch für die verschiedenen weiteren Arbeiten im Hintergrund steht ein erfahrenes Team bereit. Dieses präsentiert sich im Programmheft zu «Haarigi Ziite».
Frieda Steffen




