Sie tragen nicht nur die klassischen schwarzen Roben oder bunte Kostüme, sie tragen Trommeln. Und hinter ihren beeindruckenden Auftritten steckt sehr viel Engagement.
«Wir proben immer montags in der Aula des Primarschulhauses», verrät Marion Nafzger. ...
Sie tragen nicht nur die klassischen schwarzen Roben oder bunte Kostüme, sie tragen Trommeln. Und hinter ihren beeindruckenden Auftritten steckt sehr viel Engagement.
«Wir proben immer montags in der Aula des Primarschulhauses», verrät Marion Nafzger. «Pausen gibts nur in den Schulferien.» Sie ist seit 38 Jahren Tambourin. «Ich habe mit 22 angefangen, weil mir die Tradition der Meitlitage als solche gefällt, nur das Tanzen war nicht so meins.»
Heute leitet sie die Gruppe der sechs Frauen. «Ein neues Stück auswendig zu lernen, gemeinsam zu spielen und dann auch noch zu marschieren, das dauert gut ein Jahr.» Damit die Lautstärke keine Nachbarn verschrecke, werde auf Böckli und kleinen Metallscheiben geübt. Erst wenn die Bewegung eingebaut werden soll, macht man sich mit den Ordonanztrommeln auf den Weg.
Klangvolle Auftakte
Wie sind die Rückmeldungen bei ihren Einsätzen? «Es gibt durchaus Leute, die in den Lokalen auf uns warten. Oder solche, die ausschliesslich wegen den Tambourinnen den Auftakt der «Weiberherrschaft» verfolgen. Das freut uns natürlich.» Gibt es Auftritte ausserhalb der «Meitlitage»? «Vergangenes Jahr waren wir an verschiedenen Umzügen und der OLMA, aber selbstverständlich immer mit den «Meitli». Wenn, dann gebe es die beiden Gruppen nur im Doppelpack.
Dieses «Doppelpack» hat in der vergangenen Woche trotz Schnee und Eis wieder für Begeisterung gesorgt. «Wir hatten zwei lustige, aufgestellte Tage bis in die frühen Morgenstunden.» Nun werde man eine kleine Pause einlegen, bevor es voller Motivation ins neue Programm gehe. Wenn nun eine Frau gerne Tambourin werden würde, was wäre das beste Vorgehen? «Das Equipment ist vorhanden», sagt Marion Nafzger mit einem Schmunzeln. «Es braucht sicher Freude am Rhythmus und etwas Geduld beim Einspielen. Eine Tambourin braucht regelmässig Übung. Also einfach melden.»
Weitere Informationen auf den Websiten der Meitlisonntags-Vereinigungen.
Graziella Jämsä