Am Neujahrsapéro in Zetzwil wagte Gemeindeammann Daniel Heggli einen Rück- und einen Ausblick. Auch die beiden neuen Gemeinderätinnen hiess er herzlich willkommen.
Schon beim Betreten des Gemeindesaals herrschte eine fröhliche Stimmung. Die ...
Am Neujahrsapéro in Zetzwil wagte Gemeindeammann Daniel Heggli einen Rück- und einen Ausblick. Auch die beiden neuen Gemeinderätinnen hiess er herzlich willkommen.
Schon beim Betreten des Gemeindesaals herrschte eine fröhliche Stimmung. Die Zetzwilerinnen und Zetzwiler freuten sich, miteinander auf das neue Jahr anzustossen. Kinder spielten miteinander auf der Bühne oder rannten durch den Raum und zeigten, egal was in der Welt gerade los ist, das Leben geht weiter.
Zu Beginn seiner Ansprache bat Gemeindeammann Daniel Heggli um eine Schweigeminute für die Opfer in Crans-Montana. «Nachrichten dieser Art sind wir uns gewohnt», sagte er ernst. Aber wir in der Schweiz haben das Glück, dass wir den betroffenen Menschen helfen können und die nötigen Ressourcen haben, erklärte er bedrückt.
«Solche Ansprachen gehören nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen», sagte er mit einem Schmunzeln. Trotzdem schaffte er es, dass ihm am Neujahrsapéro alle zuhörten, egal ob Erwachsene oder Kinder, sie alle schenkten ihm ihre Aufmerksamkeit.
In einem kurzen Rückblick liess er das vergangene Jahr Revue passieren. Dabei erwähnte er unter anderem das Schulhausfest: «Das hat sich als eigentlicher Höhepunkt erwiesen.» Es sei ein gutes Beispiel, wie man mit wenig Aufwand Grosses bewirken kann. Auch die Neuwahlen für die Gemeinderatssitze waren Teil des Jahresrückblicks. Beatrice Weber und Esther Schütz sind nun neu Teil des Gemeinderates. Zum Amtsbeginn erhielten sie von Daniel Heggli Kugelschreiber, auf denen die drei Sprüche «Die Einstellung ist entscheidend. Man muss Menschen mögen. Hart an der Sache, biegsam in der Form.» stehen.
Das Dorffest als Höhepunkt
In seinem Jahresausblick sprach der Gemeindeammann das Dorffest im Juni an: «Darauf freue ich mich ganz besonders.» Doch nicht nur Positives sprach Daniel Heggli an, sondern auch die finanzielle Zukunft von Zetzwil: «Die Prognose ist leider deutlich negativ.» Wenn Leimbach und Reinach sowie Leutwil und Dürrenäsch tatsächlich fusionieren, «dann sind wir der kleinste Player im Tal», sagte er in ernstem Ton. Die Schlussfolgerung dieser Aussage überlasse er den Anwesenden.
«Mit zunehmendem Alter stelle ich fest, dass sich insbesondere junge Menschen durchaus an uns älteren orientieren und wir ihnen ein Beispiel und Vorbild sind.» Dies motiviere ihn und treibe ihn an. Daher wünscht er sich, dass die Anwesenden eigenverantwortlich handeln und ein Vorbild für die jüngeren Generationen sind. Mit diesen Wünschen und einem freudigen «Prosit, Neujahr!», eröffnete er den Apéro, an dem weitere Wünsche, Gedanken und Zukunftsvisionen geteilt wurden.
Melanie Köchli