Noch bevor er anlässlich der Generalversammlung des Gewerbevereins oberes Suhrental offiziell als Mitglied aufgenommen wurde, lud Beat Studer bereits ein zu einer Besichtigung seines Stickerei- und Laserbetriebes aus Anlass des Neujahrsapéros 2026. Die Besucher waren ...
Noch bevor er anlässlich der Generalversammlung des Gewerbevereins oberes Suhrental offiziell als Mitglied aufgenommen wurde, lud Beat Studer bereits ein zu einer Besichtigung seines Stickerei- und Laserbetriebes aus Anlass des Neujahrsapéros 2026. Die Besucher waren beeindruckt.
Der traditionelle Neujahrsapéro des Gewerbes des ganzen oberen Suhrentals wurde eigentlich immer zu einem hoffnungsvoll-fröhlichen Anlass. Obwohl gleichzeitig die ganze Schweiz um die Opfer und Verletzten in Crans Montana trauerte, hielten die Verantwortlichen an diesem Datum fest, denn gemeinsam wurde in einer Schweigeminute des schrecklichen Ereignisses gedacht. Die Stimmung war entsprechend gedämpft. Die Präsidentin, Rita Rölli, durfte aber trotz allem etwas Positives verkünden: Der Verein hat mit Nadja Baumann aus Reitnau eine neue Aktuarin. Mit den besten Wünsche auf gute Entscheidungen im neuen Jahr und vor allem gute Gesundheit schloss sie ihre Begrüssung und übergab das Wort dem Gastgeber, Beat Studer.
Vom Unihockey zur Stickerei
Beat Studer stammt ursprünglich aus Thun, wo er eine Mechanikerlehre absolvierte. Zu seiner Spezialität wurde die Dampflokomotive, zur Leidenschaft die Nähmaschine. Als er vor rund 40 Jahren zum Mitbegründer des Hockey-Clubs wurde, brauchten die Mitspieler ein Dress. Beat Studer bestickte dieses mit der alten Maschine, die heute noch in seinem Betrieb steht. Eines kam zu andern, er zog mehrmals um, heiratete und lebt heute mit seiner Frau Rita und seinen beiden Töchtern Rhea und Ramona in der Region. Er konnte per September 2024 in die heutigen Fabrikationsräume in Reitnau ziehen, und «jetz tueni hie sticke ond lasere, und es gefällt mir hier». «Das säg ig oi immer», tönte es prompt aus dem Publikum, aus dem Mund einer waschechten Walliserin.
Eine Nische entdeckt
Inzwischen ist sein Maschinenpark mächtig gewachsen. Die neuen Geräte arbeiten computergesteuert und sind viel produktiver als seine alte Bernina. Und mit der Technik geht es immer weiter. Er lasert zum Beispiel Logos in Ostereier, ritzt Namen in Kugelschreiber, aber er hat auch die Schweizer Post als Kunde. Pro Jahr stellt er rund 10’000 Namensschilder her. Nach dem Logowechsel der Post waren es sogar für einmal 45’000. «Da ging die Post ganz schön ab», erinnert er sich. Voller Stolz demonstrierte er, zusammen mit seiner Tochter Rhea, die Leistungsfähigkeit seiner neuesten Errungenschaften, bevor es dann zum Racletteofen ging, wo Rita Studer für alle feine «Chäsbrätel», eine Oberländer Spezialität, für hungrige Mäuler bereit stellte, während Beat Studer daneben «auf Teufel komm raus» Kugelschreiber mit den Namen der Anwesenden beschriftete.
Frieda Steffen