«Gemeinde entwickelt sich weiter»
08.01.2026 Wynental, GränichenEtwa 200 Einwohner von Gränichen strömten am vergangenen Sonntag in die Aula der Primarschule zum Neujahrsapéro mit Sportlerehrung.
Die furchtbaren Ereignisse von Crans-Montana, deren Tragweite erst mit der Zeit begreifbar wurde, waren unter den Anwesenden ...
Etwa 200 Einwohner von Gränichen strömten am vergangenen Sonntag in die Aula der Primarschule zum Neujahrsapéro mit Sportlerehrung.
Die furchtbaren Ereignisse von Crans-Montana, deren Tragweite erst mit der Zeit begreifbar wurde, waren unter den Anwesenden am Neujahrsapéro Gesprächsthema Nummer eins. So kam Gemeindeammann Andreas Fetscher nicht umhin, zum Einstieg in seine Ansprache mit einer Schweigeminute der Opfer zu gedenken. Danach zitierte er das Gelassenheitsgebet des amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr: «Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.»
In der sehr persönlichen Rede freute sich Fetscher, sich an seine Gemeinde wenden zu dürfen. Er sei nun vier Jahre im Gemeinderat und stehe nun bereits als dienstältester Gemeinderat und Ammann hier − etwas, das er sich vier Jahre zuvor nicht hätte vorstellen können. Er dankte dem bisherigen Ratskollegium und den Mitarbeitenden für die gute Zusammenarbeit, und dafür, dass sie ihn unterstützen und auch mal daran erinnern, dass vieles lösbar ist, auch wenn die Herausforderung zunächst unüberwindbar scheint. Dieser Rückhalt bedeute ihm sehr viel.
«Rückhalt und Zusammenhalt sind auch Begriffe, die im vergangenen Jahr sichergestellt haben, dass wir weiter funktionieren», führte Gemeindeammann Andreas Fetscher weiter aus und erinnerte an Schicksalsschläge wie den Grossbrand in Gränichen auf dem Hof der Familie Suter oder an den Felssturz in Blatten. Viele Einwohnerinnen und Einwohner hätten der Familie Suter schnell und unkompliziert geholfen. Blatten erhielt finanzielle Hilfe, und in Gränichen leben immer noch über 50 Personen aus der Ukraine, welche von Privaten und von der Gemeinde unterstützt werden.
«Ein intensives Jahr liegt hinter uns», sagte Andreas Fetscher. Und ein nächstes stehe bevor. «Unsere Gemeinde entwickelt sich weiter – sichtbar und greifbar.» So zählte der Gemeindeammann, ohne dabei ins Detail zu gehen, gut ein halbes Dutzend grosse Projekte auf, die den Gemeinderat und die ganze Gemeinde in den kommenden Monaten beschäftigen und herausfordern werden. 2026 werde ein Jahr der Umsetzung, Wirkung und Bewährung, versprach Fetscher. Er freue sich, mit dem neu gewählten Gemeinderat, der übrigens vollzählig anwesend war, eine schlagkräftige, hilfsbereite, sympathische und motivierte Truppe anführen zu dürfen.
Sportlerehrung
Im zweiten Teil des Anlasses ehrte Gemeinderätin Barbara Zobrist die erfolgreichsten Gränicher Sportlerinnen und Sportler. Mit den E-Mountainbikern Joris Ryf und Kathrin Stirnemann, Orientierungsläufer Maxim Bertschi, Schwimmer Fabian Radam, Wushu-Kämpfer Nikolaj Panic, Handballerin Leona Raabe sowie den Leichtathletinnen Finja Giger, Zoe Oertle und Selina Furler standen neun Athletinnen und Athleten aus sechs Sportarten auf der Bühne, die im vergangenen Jahr allesamt mit hervorragenden Leistungen auf sich aufmerksam machten.
Der abschliessende, von der Kulturkommission bestens organisierte Apéro im Foyer wurde sehr geschätzt und bot Raum für angeregte Gespräche.
Roland Marti




