Zum Eidgenössischen Tag des Jodelns öffnete der Jodlerklub Echo Reitnau sein Adventsfenster in der Sägerei Koller, Attelwil.
Vom Schweizer Brauchtum zum Weltkulturerbe, das Jodeln als immaterielles Kulturgut wurde zwei Tage zuvor zum UNESCO-Weltkulturerbe ...
Zum Eidgenössischen Tag des Jodelns öffnete der Jodlerklub Echo Reitnau sein Adventsfenster in der Sägerei Koller, Attelwil.
Vom Schweizer Brauchtum zum Weltkulturerbe, das Jodeln als immaterielles Kulturgut wurde zwei Tage zuvor zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt. Das Adventsfenster in der Sägerei Koller würdigt die Tradition auf diese Weise. Die Reitnauer Bevölkerung kam in Scharen, das Panoramafenster mit einer Jodlerfamilie in Trachten zu bewundern. Dass der Jodlerklub Echo Reitnau Liedgut präsentieren würde, war anzunehmen. Den Witterungsbedingungen angemessen, sangen sie nicht in Tracht und Mutz, sondern in normaler Strassenkleidung. Den «Chilchli-Jutz» und «Ä liebe Mänsch» brachten sie neben anderen Jodelliedern zu Gehör. Dass sie auch auf Rätoromanisch singen können, bewiesen sie mit «Randulin» (Schwalbe) aus der Heimat von Dirigentin Anna Eisenhut. Musikalische Unterstützung erhielten die Jodlerinnen und Jodler von der Schwyzerörgeli-Formation «Stärneföxler». Der Takt des Stücks «Zermatter Banküberfall» des Komponisten Martin Schütz erinnerte dabei an die Verfolgung des Bankräubers.
Neben dem Ohrenschmaus kredenzten die Jodler Kulinarisches und Trinkbares. 13 Kilogramm Raclettekäse landeten auf Brotscheiben. Dazu empfahlen sie ihren Apfelpunsch aus Attelwiler Äpfeln. Mehr noch kann nur das Kinderchörli Schöftland und Umgebung unter der Leitung von Anna Eisenhut und Ernst Lässer bieten. Geprobt wird dienstags von 17 bis 17.45 Uhr in der Musikschule Schöftland. Herzlich begrüsst der Jodlerklub Echo Reitnau auch Sängerinnen und Sänger mit Hang zum Jodeln donnerstags ab 19.45 im Singzimmer der Schule Reitnau, Männerstimmen wären besonders gefragt.
Alfred Weigel