Am Sonntagabend erfüllte Argovia Rhythm & Brass die Kirche Gontenschwil mit ihren klangvollen Melodien. Ein Konzert, dass das Publikum durch 500 Jahre Musikgeschichte entführte.
«Meisterhaft gespielte Musik», so kündigte Bruno Hartmann, ...
Am Sonntagabend erfüllte Argovia Rhythm & Brass die Kirche Gontenschwil mit ihren klangvollen Melodien. Ein Konzert, dass das Publikum durch 500 Jahre Musikgeschichte entführte.
«Meisterhaft gespielte Musik», so kündigte Bruno Hartmann, Präsident der Kulturkommission, die Musikanten von Argovia Rhythm & Brass an. Und er versprach nicht zu viel. Harmonisch schön verflochten sich die verschiedenen Stimmen, gespielt von den fünf Blechmusikanten, zu einer Melodie, welche die gesamte Gontenschwiler Kirche erfüllte. «Heute sind wir ohne Schlagzeuger unterwegs, der wäre wohl zu laut für die Kirche gewesen», sagte Rudolf Lehnherr lachend. Daher seien sie am Sonntag nur Argovia Brass gewesen, anstelle von Argovia Rhythm & Brass.
Rudolf Lehnherr, Erich Weber, Albin Stöckli, Jürg Haldimann und Mirjam Haldimann entführten das Publikum auf eine Reise durch die letzten 500 Jahre. Beginnend in der Renaissance wurde für jede Epoche mit kurzen Stücken die jeweilige Zeit erleuchtet. Auch in kleineren Formationen wussten die fünf Blasmusiker zu überzeugen, so kam das Publikum in den Genuss eines Duos, Trios und Quartetts.
Grosse und kleine Meister
Neben bekannten Komponisten wie Georg Friedrich Händel wurden auch unbekanntere Komponisten wie Ludwig Maurer, der in der Romantik in Russland tätig war, beleuchtet. «Das ist wohl etwas vom schönsten und luftigsten, das ich je spielen durfte», erklärte Rudolf Lehnherr die drei Stücke, die sie von diesem «kleineren Meister» zum Besten gaben. Ein weiterer «kleiner Meister», dessen Kompositionen das Quintett dem Publikum präsentierte, war Rudolf Lehnherr. Gleich zwei Stücke von ihm verzauberten die Besucherinnen und Besucher musikalisch. Den «Valse Nostalgique» schrieb er 1991 zum 700. Geburtstag der Schweiz für eine Kleinformation aus der Innerschweiz, erklärte er bescheiden.
Damit auch noch etwas Weihnachtsstimmung verbreitet wurde, spielten die Musikanten vier Weihnachtslieder. «Raten Sie mit!», animierte Lehnherr die Anwesenden, denn für diejenigen, die die Liedertitel richtig errieten, gab es ein kleines Präsent zu gewinnen. Am Ende des Konzerts erriet jemand die korrekten Titel und konnte den kleinen Sack voller Leckereien mit nach Hause nehmen. Und diejenigen, die nichts gewonnen haben, gingen mit einem Herz voller schöner Melodien in den Abend. «Es war einfach fantastisch», sagte Bruno Hartmann und sprach wohl vielen Anwesenden aus der Seele.
Melanie Köchli