Viel Aktion in Pfeffikon
27.11.2025 Michelsamt, PfeffikonEinmal im Monat berichtet ein Rickenbacher Gemeinderat oder der Geschäftsführer abwechslungsweise über Aktivitäten aus ihrem Tätigkeitsgebiet und informiert auf diese Weise die Bürgerschaft über persönliche Erfahrungen und Eindrücke. Den ...
Einmal im Monat berichtet ein Rickenbacher Gemeinderat oder der Geschäftsführer abwechslungsweise über Aktivitäten aus ihrem Tätigkeitsgebiet und informiert auf diese Weise die Bürgerschaft über persönliche Erfahrungen und Eindrücke. Den November-Beitrag liefert Geschäftsführer Peter Fischer.
Da Aktion sich so schön auf Pfeffikon reimt und um einen geläufigen Anglizismus zu vermeiden, verzichte ich bewusst auf das neudeutsche Wort «action». Gerne nehme ich Sie, geschätzte Leser, aber mit auf eine kleine Reise zu unseren verschiedenen Projekten in Pfeffikon. Diese haben natürlich auch Auswirkungen aufs Budget des nächsten Jahres, auf welches ich in meiner Kolumne ebenfalls kurz eingehe. Abschliessend wird ein neuer Bewohner von Pfeffikon vorgestellt.
Sanierung von Strassen und Leitungen
Im Frühjahr 2026 soll mit der Sanierung der Dorf-, der Zopf und der Löwenstrasse sowie des südlichen Teils der Hinterdorfstrasse begonnen werden. Im Rahmen dieses Projekts wird auch das Trennsystem eingeführt. Die Wasserversorgung wird in diesen Abschnitten die sehr alten Wasserleitungen ersetzen. Die für dieses Projekt benötigten Kredite wurden bereits an der Budgetgemeindeversammlung im letzten Dezember bewilligt. Das Baugesuch wird in den nächsten Wochen aufgelegt. Die vom Projekt betroffenen Grundeigentümer werden zusätzlich Gelegenheit erhalten, sich über das Vorhaben detailliert zu informieren.
Weit fortgeschritten ist auch die Planung für die Sanierung der Angelusgasse. Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Sicherheit für die Fussgänger durch ein zwei Meter breites Trottoir erhöht werden. Für diese Strassen- und Trottoirsanierung wird an der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2025 ein Sonderkredit von 630’000 Franken beantragt. Zudem soll ein Budgetkredit von 250’000 für die Sanierung der Leitungen im Bereich der Angelusgasse gesprochen werden.
Spielplatz, Sportrasen, Sammelstelle, Parkplätze
Die Sanierung des Schulhauses Winkel konnte in den letzten Tagen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Lernenden der 3. bis 6. Primarklassen und ihre Lernpersonen fühlen sich im quasi neuen Schulhaus sehr wohl.
In den ersten Monaten 2026 soll der neue Spielplatz in Pfeffikon realisiert werden. Dieser wird neu zwischen Mehrzweckhalle und Primarschulhaus realisiert und das vorgegebene Gelände inklusive des grossen Findlings ideal integrieren. Die Pfeffiker Kinder dürfen sich auf einen lässigen Spielplatz mit hohem Spielgehalt freuen.
Sodann steht ein nächstes, grosses Projekt an. Der Gemeinderat legt der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 2025 einen Sonderkredit von 1\'465\'000 Franken zur Bewilligung vor. Mit diesem Kredit sollen eine neue Sammelstelle, ein neuer Sportrasen sowie rund 30 Parkplätze gebaut werden. Für dieses Vorhaben wird der bisher von der Gemeinde nicht genutzte Teil der Parzelle 4 zwischen der Mehrzweckhalle und der Firma Villiger verwendet. In einem grossen Schritt können so drei Fliegen auf einen Streich am strategisch richtigen Ort im Zentrum von Pfeffikon und in der richtigen Zone (Zone für öffentliche Zwecke) erledigt werden. Für die Sammelstelle ist ein zweckmässiger, einfacher Bau vorgesehen. Unterflurcontainer sollen künftig der Sammlung von Altglas und Blechbüchsen dienen. Damit und durch die Lage abseits von Wohngebieten wird im Vergleich zur bisherigen, offenen Sammelstelle eine deutliche Reduktion der Lärmimmissionen ermöglicht.
Die Zufahrt zur Sammelstelle und zu den neuen Parkplätzen wird ab der Angelusgasse entlang der westlichen Grenze der Schulhausparzelle erfolgen. Der Sicherheit der Schülerinnen und Schüler wird Rechnung getragen, indem zwischen der Zufahrtsstrasse und dem Pausenplatz ein Hag erstellt wird.
Schliesslich soll ein öffentliches WC ins neue Gebäude integriert werden, womit ein weiterer Wunsch vieler Pfeffiker ebenfalls umgesetzt werden kann.
Budget 2026 der Einwohnergemeinde
Das Budget 2026 weist einen Aufwandüberschuss von 173\'500 Franken aus, welcher bei einem Gesamtaufwand von über 28 Mio. Franken aus finanzpolitischer Sicht aber nicht bedenklich ist. Das budgetierte Defizit entspricht nur einem Prozent des aus Ertragsüberschüssen geäufneten Eigenkapitals der Gemeinde. Hauptgründe für den massiven Anstieg des Gesamtaufwands sind einmal mehr die vom Kanton eingeforderten, viel höheren Pro-Kopf-Beiträge. Hinzu kommen ebenfalls vom Kanton beschlossene ordentliche und ausserordentliche Erhöhungen der Lehrerlöhne. Auf der Ertragsseite wird mit moderat höheren Steuererträgen als im Vorjahresbudget gerechnet.
Im Budget der Investitionsrechnung sind Bruttoinvestitionen von 4\'341\'000 Franken vorgesehen. Neben den beiden bereits erwähnten Sonderkrediten werden zehn weitere Kredite beantragt, darunter ein Sonderkredit von 650\'000 Franken für Leitungssanierungen im Kirchweg in Rickenbach. Der Investitionsbeitrag an das neue Magazin der Feuerwehr Oberwynental beträgt 481\'000 Franken. An den Gemeindeversammlungen von Menziken und Reinach wurden die entsprechenden Investitionsbeiträge bereits genehmigt.
Weitere Informationen zum Budget 2026 können die Rickenbacher Bürger/-innen der bereits zugestellten, neugestalteten und informativeren Kurzbotschaft entnehmen. Zudem steht die Detailbotschaft auf www.rickenbach.ch oderin gedruckter Version bei der Gemeindeverwaltung zur Verfügung. Die nächste Gemeindeversammlung findet am Dienstag, 9. Dezember 2025, um 19.30 Uhr, in der Mehrzweckhalle Kubus statt. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen.
Aktion im und am Mühleweiher
Ein Biber hat den Mühleweiher entdeckt. Wir heissen den neuen Pfeffiker mit einem lachenden und einem weinenden Auge willkommen. Einerseits erfreut der bisher untypischerweise tagaktive Biber Gross und Klein, wie zahlreiche uns zugestellte Fotos und Videos beweisen. Der Pfeffiker Biber ist bereits ein kleiner Medienstar. Andererseits macht der Neuzuzüger uns auch gewisse Sorgen. So hat er es doch bereits geschafft, den in den Mühleweiher fliessenden Mühlebach an einer eingedolten Stelle zu verstopfen. Eine Spülung der Leitung mit entsprechenden Kostenfolge wurde notwendig. Die wichtigsten Sträucher und Bäume wurden inzwischen mit Drahtgeflecht geschützt. Solange sich der Kerl vor allem an die zahlreichen Weiden hält, lassen wir ihn gewähren… das müssen wir eh, denn Biber zählen bekanntlich zu den geschützten Tierarten. Zum Schluss eine Warnung: Nähern Sie sich dem Biber nicht zu sehr. Wenn er sich bedrängt fühlt, kann er durchaus aggressiv werden und wer möchte schon Bekanntschaft mit seinen beeindruckenden Beissern machen.


