Unterkulm plant Schule der Zukunft
13.11.2025 Unterkulm«Nichts ist so beständig wie der Wandel.» Mit diesem Gedanken von Heraklit beginnt die neue Schulstrategie Unterkulm – und er trifft den Kern: Auch die Schule muss sich laufend an die gesellschaftlichen, pädagogischen und räumlichen Veränderungen ...
«Nichts ist so beständig wie der Wandel.» Mit diesem Gedanken von Heraklit beginnt die neue Schulstrategie Unterkulm – und er trifft den Kern: Auch die Schule muss sich laufend an die gesellschaftlichen, pädagogischen und räumlichen Veränderungen anpassen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche nicht nur auf die Zukunft vorzubereiten, sondern sie zu befähigen, diese aktiv mitzugestalten.
pd. Um die Schule Unterkulm zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Schulleitung, Lehrpersonen und Fachpersonen ist eine umfassende Strategie für die Jahre 2025 bis 2030 entstanden. Sie gibt nicht nur die pädagogische Stossrichtung vor, sondern dient auch als Grundlage für die Schulraumplanung der kommenden Jahre. Die Strategie benennt ein Leitmotto, eine Vision und sechs Schwerpunkte. Gleichzeitig ist sie ein Bekenntnis zur Offenheit: Schule soll immer wieder neu gedacht werden dürfen – im Dialog zwischen Lehrpersonen, Eltern, Behörden und der Bevölkerung.
Leitmotto: «Zäme sind mer stärcher!»
Im Zentrum steht das Motto «Zäme sind mer stärcher!». Es unterstreicht den Wert von Gemeinschaft, Respekt und Zusammenarbeit. Für die Schule bedeutet dies einen achtsamen Umgang miteinander, kontinuierliche Weiterentwicklung, eine lernförderliche Atmosphäre, Vielfalt als Chance und eine transparente Kommunikation.
Vision 2030: Schule als Lebensort
Die Vision ist ehrgeizig: Unterkulm will eine Schule sein, die Kinder und Jugendliche darin unterstützt, mit Unsicherheit und Komplexität umzugehen. Lebenskompetenzen wie Kommunikation, Kooperation, Kreativität und kritisches Denken sollen genauso gefördert werden wie Fachwissen. «Im Zentrum stehen die Stärken der Kinder, nicht ihre Schwächen», heisst es in der Strategie. Freude am Lernen, Vertrauen und eine positive Atmosphäre bilden das Fundament. Die Schule soll ein Ort sein, an dem Begegnung, Neugier und Kreativität genauso wichtig sind wie Wissensvermittlung.
Sechs Schwerpunkte
Um diese Vision im Alltag zu verankern, setzt die Strategie auf sechs Schwerpunkte:
1. Integration leben – Lehrpersonen werden gezielt geschult, um die bestehende Vielfalt in den Klassen zu fördern.
2. Schulraum entwickeln – Moderne, multifunktionale Räume sollen Lernen, Arbeiten und Begegnung ermöglichen. 3. Vernetzung und Öffnung – Enge Zusammenarbeit mit Eltern, Vereinen und Fachstellen stärkt das Bildungsnetzwerk.
4. Partizipation ermöglichen – Kinder, unterstützt von den Eltern, sollen sich stärker in die Schule einbringen können.
5. Digitalisierung nutzen – Neue Lern- und Arbeitsformen werden gezielt genutzt, begleitet vom Schutz der Kinder.
6. Tagesbetreuung stärken – Betreuung und Unterricht werden verknüpft und die Angebote laufend weiterentwickelt.
Ein Projekt für die ganze Gemeinde
Die Umsetzung der Strategie wird nicht ohne zusätzlichen Einsatz möglich sein. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums bis 2030 braucht es Entschlossenheit und Unterstützung von Politik, Verwaltung, Eltern und Bevölkerung. Für Gemeinderat und Schulleitung überwiegen aber die Chancen: Unterkulm kann seine Schule zu einem modernen, innovativen und zukunftsfähigen Bildungsort entwickeln – getragen von engagierten Lehrpersonen und gestützt von der Bevölkerung. «Bildung ist unser höchstes Gut», halten Gemeinderat und Schulleitung fest. «Mit der neuen Schulstrategie wollen wir unseren Kindern die bestmöglichen Chancen für ihre Zukunft bieten.»
