Mehr Aufgaben für den Stiftungsrat
06.11.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, MuhenVor genau einem Jahr wurde der Verein «Regionales Altersheim Muhen-Hirschthal-Holziken» zu einem reinen Förderverein, indem der operative Teil der Stiftung übertragen wurde. Da kein Vorstand für diese neue Vereinsform gefunden werden konnte, wurde nun an der 49. ...
Vor genau einem Jahr wurde der Verein «Regionales Altersheim Muhen-Hirschthal-Holziken» zu einem reinen Förderverein, indem der operative Teil der Stiftung übertragen wurde. Da kein Vorstand für diese neue Vereinsform gefunden werden konnte, wurde nun an der 49. Generalversammlung der Verein aufgelöst und das verbliebene Vereinsvermögen zweckgebunden an die Stiftung überführt.
Nach einem feinen Nachtessen und einem temperamentvollen musikalischen Einstieg durch die Musikgesellschaft Muhen, unter der Leitung von Giuseppe di Simone, erschienen zur 49. Generalversammlung des Fördervereins Altersheim Muhen-Hirschthal-Holziken 47 Vereinsmitglieder. Nach der Begrüssung durch den Präsidenten, Raphael Borer, fiel dieser auch gleich mit der «Tür ins Haus». Er erklärte, dass der Versammlung die Auflösung des Fördervereins beantragt wird, da auch nach längerem Suchen kein neuer Vorstand zusammengestellt werden konnte. Nachdem der operative Teil bereits vor einem Jahr an die Stiftung überging, sollen nun auch die restlichen Aufgaben wie finanzielle Zuwendungen zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner, das soziale Engagement und der Rückhalt durch die Bevölkerung inskünftig durch die Stiftung erfüllt werden. Das Vereinsvermögen in der Höhe von rund 33’000 Franken geht zweckgebunden an die Stiftung. Mit 46 zu einer Stimme wurde der Antrag – mit Wehmut zwar – angenommen. Die eine Stimme gehörte Hans Ulrich Mathys, dem Mann der ersten Stunde, sowohl im Stiftungsrat als auch im Verein, den er 1975 mitbegründete, um den Bau des Altersheims zu begleiten, das 1977 eröffnet werden konnte. Ihm komme es vor wie eine Beerdigung. «Das Leichenmahl haben wir schon gehabt, jetzt sollte der Abdankungsgottesdienst folgen!» Ihm tut es weh, nach 50 Jahren Altersheimverein einfach Adieu zu sagen. Raphael Borer konnte das verstehen. Aber im Hinblick auf die Aufgaben, die auf alle Beteiligten warten, sei dies ein notwendiger Schritt.
Die Stiftung
Die Stiftung Altersheim Muhen ist eine gemeinnützige Organisation, gegründet im Jahr 1973 mit Rechtsform «Stiftung» in der Schweiz. Sie ist operativ tätig im Bereich Soziales. Die Stiftung bezweckt auf gemeinnütziger Basis die Errichtung und den Betrieb eines Altersheimes, den Bau und die Verwaltung von Alterswohnungen sowie die Förderung und Schaffung weiterer Einrichtungen und Vorkehren der Altersfürsorge in Muhen.
«Wir wollen auch weiterhin ein gutes Altersheim anbieten, und dafür braucht es Gönnerbeiträge. Damit können wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern ab und zu Abwechslungen bieten», so Raphael Borer.
Arbeitsreiches Jahr
Der Altersheimleiter, Lucio Stanca, hielt Rückblick auf ein Jahr mit grossen Herausforderungen. Die aggressive Grippewelle haben nicht alle überlebt, weshalb plötzlich viele Plätze frei wurden, auch in anderen ähnlichen Institutionen. Inzwischen ist das Haus aber wieder zu über 96 Prozent voll besetzt, jedoch ist die Verweildauer von vier bis fünf Jahren auf zwei bis drei Jahre gesunken. Die Menschen warten zu lange, bis sie den Schritt wagen, was eine Neustrukturierung erfordert. Neu kann in Muhen Pflegefachpersonal ausgebildet werden. Seit dem 1. August verwaltet das Altersheim auch die Alterswohnungen.
Raphael Borer konnte versichern, dass die Jahresrechnung eine solide Bilanz aufweist, mit 90 Prozent Eigenfinanzierung und hohen Rücklagen. Im Hinblick auf die Planung eines Neuoder Umbaus werden im Moment keine grösseren Investitionen mehr getätigt. «Damit schliessen wir den Trauergottesdienst und wenden uns der Zukunft zu», so Borer und informierte über die noch ganz am Anfang stehenden Um- oder Neubaupläne, zu welchen ein Bewohner wertvolle Inputs vermittelt.
Frieda Steffen


