Simon Rinert ist gelernter Ofenbauer und hat im Sommer die zweite Lehre zum Plattenbauer beendet. Vor einigen Wochen hat er die SwissSkills zur persönlichen Standortbestimmung genutzt. Ein Gespräch vor und eines nach dem Event.
grh. «Ich habe während der ...
Simon Rinert ist gelernter Ofenbauer und hat im Sommer die zweite Lehre zum Plattenbauer beendet. Vor einigen Wochen hat er die SwissSkills zur persönlichen Standortbestimmung genutzt. Ein Gespräch vor und eines nach dem Event.
grh. «Ich habe während der Sekundarschule in vier Berufen geschnuppert. Am Ende hat der Ofenbauer das Rennen gemacht», erinnert sich Simon Rinert. «Nicht zuletzt darum, weil ich wusste, mit dem Abschluss kann ich die Plattenleger-Lehre in einem statt zwei Jahren gleich anhängen.» Im letzten Jahr habe ihn dann ein Kursleiter auf die Teilnahme an den SwissSkills angesprochen. Er habe mit seinen Lehrmeistern bei «Meyer Ofenbau & Plattenbeläge» gesprochen. «Sie haben meine Anmeldung unterstützt.»
Wie hat er sich vorbereitet? «Anfang des Jahres gab es einen Info-Tag an dem uns erklärt wurde, welches Projekt wir in den fünf Tagen schaffen müssen und wie die räumlichen Gegebenheiten aussehen.» Für Simon Rinert kein Grund zur Aufregung. «Eine Badewanne verkleiden, die Rückwand «plättle» - das mache ich regelmässig auf der Baustelle.» So konzentrierte er sich auch lieber darauf die Arbeit im Alltag so perfekt wie möglich hinzubekommen statt anderweitige Übungen einzuplanen. «Ich gehe mit einem guten Gefühl an die SwissSkills.»
Schon wieder vorbei
Am Sonntagabend ist Simon Rinert vor allem eines: Müde. Man könne sich kaum vorstellen, wie es sei, durchgehend bei der Arbeit beobachtet zu werden. «Nicht nur von Experten, die Vorgehen oder Genauigkeit prüfen. Und die Menschenmenge ergibt einen hohen Geräuschpegel. So braucht die eigene Konzentration viel mehr Energie.»
Ist er mit dem Ergebnis zufrieden? «Es bestätigt die Einschätzung, die ich zuvor von meiner Arbeit hatte.» Er sei kein Perfektionist. «Aber ich liefere solide Leistung im oberen Mittelfeld.» Simon Rinert betrachtet die Swiss-Skills als nützliche Erfahrung. «Es ist gut, sich und seine Arbeitsweise zu kennen. Unter anderem auch in künftigen Bewerbungsgesprächen.» Ob er noch einmal teilnehmen würde, kann er spontan nicht beantworten. «Aber man soll ja niemals nie sagen.»