580’000 Höhenmeter in 24 Stunden, acht Athletinnen und Athleten, die den symbolischen Marianengraben bezwangen, und eine Spende von 20’000 Franken an die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Der diesjährige Bärgevent Reitnau setzte neue Massstäbe – ...
580’000 Höhenmeter in 24 Stunden, acht Athletinnen und Athleten, die den symbolischen Marianengraben bezwangen, und eine Spende von 20’000 Franken an die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Der diesjährige Bärgevent Reitnau setzte neue Massstäbe – sportlich wie menschlich.
(Eing.) Mitte August verwandelte sich Reitnau zum dritten Mal in eine Bühne für Ausdauer, Gemeinschaft und Solidarität. Der vom Verein 24together organisierte Bärgevent Reitnau brachte 100 Teilnehmende auf die Strecke, mit einem gemeinsamen Ziel: innert 24 Stunden 500’000 Höhenmeter für den guten Zweck zu erradeln.
Am Ende stand ein Resultat, das alle Erwartungen übertraf: Mit 574’090 Höhenmetern, gefahren in 3377 Runden à 170 Höhenmeter, wurde das Ziel deutlich übertroffen. Mehrere Fahrerinnen und Fahrer setzten sogar ein sportliches Ausrufezeichen und bewältigten den symbolischen Anstieg vom tiefsten Punkt der Erde, dem Marianengraben, bis zur Erdoberfläche.
Gleich acht Athletinnen und Athleten knackten die Marke von 11’000 Höhenmetern, eine Leistung, die beim Bärgevent zuvor noch nie erreicht worden war.
Besonders spektakulär war die Leistung von Marcel Achermann, Geschäftsführer von A-Team 2 Rad in Beromünster: Er meisterte die 11’000 Höhenmeter in weniger als 19 Stunden – eine Premiere in der Geschichte des Events.
«Zäme erläbe»
Neben sportlichen Spitzenleistungen prägte auch dieses Jahr die gelebte Inklusion den Anlass. Ob auf dem Rennrad oder im Handbike. Die Teilnehmenden motivierten sich gegenseitig, schauten aufeinander und bewiesen, dass «zäme erläbe» mehr ist als das Motto des Events. Es ist eine Haltung. «Die DNA des Events, welche wir wollten, war auf und neben der Strecke spürbar», so OK-Präsident, Tim Läubli.
Gleich zwei Profis
Am Freitagabend sorgten zwei prominente Gäste für zusätzliche Glanzpunkte: Heinz Frei, einer der erfolgreichsten Schweizer Para-Sportler aller Zeiten, setzte mit seiner Präsenz sowie einer spannenden Rede ein starkes Zeichen für Inklusion und Solidarität.
Und mit Roland Thalmann vom Team Tudor Pro Cycling war auch ein aktiver Radprofi am Start, der das sportliche Niveau bereicherte.
Ein Höhepunkt folgte nun nach dem Event. Mit grosser Freude konnte am 2. September eine Spende von 20’000 Franken an die Schweizer Paraplegiker-Stiftung übergeben werden. Ermöglicht wurde dieser Betrag durch das Engagement der Teilnehmenden, die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher sowie die grosszügige Unterstützung von Spenderinnen und Spendern.
Nicht zuletzt machte auch das Umfeld den Bärgevent zu einem besonderen Erlebnis: Die Festwirtschaft bot einen Treffpunkt zum Anfeuern, Austauschen und Geniessen. Das Zusammenspiel aus sportlicher Höchstleistung, Solidarität und Gemeinschaft zeigte eindrücklich, was diesen Event so einzigartig macht.