In den Räumlichkeiten des «Nöi Löi» in Dürrenäsch trafen mit Ruedi Bertschi, ref. Pfarrer in Bremgarten und dem Zürcher Nationalrat Beat Walti zwei Ortsbürger aufeinander, welche ihre Zuhörer mit Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten zu ...
In den Räumlichkeiten des «Nöi Löi» in Dürrenäsch trafen mit Ruedi Bertschi, ref. Pfarrer in Bremgarten und dem Zürcher Nationalrat Beat Walti zwei Ortsbürger aufeinander, welche ihre Zuhörer mit Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten zu faszinieren wussten.
hg. Das Erzähltal hat Tradition – auch in Dürrenäsch, wo bereits zum 7. Mal zu einem gelungenen Anlass eingeladen wurde. Diesmal begrüsste Ruedi Sager eine erfreulich grosse Zuhörerschaft in den Räumlichkeiten des «Nöi Löi», wo es zu spannenden Begegnungen und Bekanntschaften kam. Zu Gast waren zwei Ortsbürger, welche sich als wunderbare Geschichtenerzähler entpuppten. Während Ruedi Bertschi, reformierter Pfarrer in Bremgarten, in seinen Kindheitserinnerungen stöberte und seine Zuhörer auf eine kleine Zeitreise mitnahm, liess der bekannte Zürcher Nationalrat Beat Walti aus Zollikon an seinen Gedanken und Überzeugungen teilhaben. Die musikalische Umrahmung übernahm die Kapelle «Quodlibel» aus Aarau.
Geschichten, wie sie das Leben schreibt
Beide haben sie eine Beziehung zu Dürrenäsch, zur Region. Beat Walti erinnerte sich an unvergessliche Ferientage bei den Grosseltern in Gontenschwil. Sein Grossvater war einst Posthalter im Dorf. «Es war eine andere Welt damals…», blickte der Nationalrat zurück. «War früher tatsächlich alles besser?», stellte Ruedi Bertschi die Frage in den Raum und hängte dieser Erinnerungen an längst vergangene Schultage im Dürrenäscher Schulhaus an. Geschichten, die einen schmunzeln und nicht wenige im Saal zustimmend nicken liessen. Wunderbar vermochte der heute im Bremgarten wirkende Pfarrer von seinen Kindheitstagen in Dürrenäsch zu berichten, er weckte Erinnerungen an Menschen, Orte und Begebenheiten. Die Anwesenden hätten seinen Geschichten aus dem Mikrokosmos noch lange zuhören mögen. Beat Walti spannte den Bogen zurück in seinen Alltag als Milizpolitiker und sprach an, was ihn bewegt und anspornt. So unterschiedlich die Geschichte, das Leben der beiden Dürrenäscher Ortsbürger auch ist, es verbindet die beiden ihre Wurzeln.
Geschichte weitergeben
«Wir steuern auf eine geschichtslose Epoche zu», gab der Zürcher Nationalrat zu bedenken. Er könne sich nicht vorstellen, dass in einigen hundert Jahren Geschichte und Geschichten, gespeichert auf Festplatten und anderen Medien, noch für die Nachwelt verfügbar sein werden. Umso wichtiger sei es, sich zu erinnern, Geschichten weiterzugeben, weiterleben zu lassen – das Erzähltal ist dafür ein wunderbarer Ort. Im Mittelpunkt Geschichten, wie sie das Leben eben schreibt, festgehalten in den Erinnerungen.