Zur alljährlichen Kunstausstellung haben sich zwei völlig verschiedene Künstler zusammen getan: Felix Hinninger aus Altishofen und Kurt Fischer aus Oberentfelden. Fliegende Leichtigkeiten in jeder Grösse stellt der eine aus, der andere farbenfrohe Grossformate neben ...
Zur alljährlichen Kunstausstellung haben sich zwei völlig verschiedene Künstler zusammen getan: Felix Hinninger aus Altishofen und Kurt Fischer aus Oberentfelden. Fliegende Leichtigkeiten in jeder Grösse stellt der eine aus, der andere farbenfrohe Grossformate neben subtilen Acrylfarbkompositionen.
st. Fröhlich beschwingte Melodien aus dem Elektropiano vom Museumspräsidenten Kuno Matter begrüsste die grosse Besucherschar zur Vernissage der diesjährigen Kunstausstellung im Dachstock des Weberei- und Heimatmuseums Ruedertal in Schmiedrued. Der Vereinskassier, Rolf Burri, begrüsste die beiden Künstler vor den eindrücklichen Werken und rief dazu auf, sich von den Farben, Formen und Materialien faszinieren zu lassen. Die Künstler liess er sich selber vorstellen.
«Willkommen in der Volière»
Mit diesen Worten trat Felix Hinninger (felix-art) vors Publikum und wies auf die über 50 Vögel, die er mitgebracht hat. Diese seien nicht einfach Skulpturen, sondern Wesen, entstanden aus seiner Fantasie, Wasser, Sand, Zement und Zementfaser. In einer humorvollen Show weist er auf seine Arbeitsmaterialien hin. Oft stellt er seine Kreationen in wunderschöne antike Bilderrahmen, oft stellt er sie auf Platten, manchmal hängt er sie sogar auf und lässt sie fliegen. Die Vögel verfügen über bewegliche Hälse. Er hat ein Vogelhotel geschaffen mit verschiedenen Kleinvögeln. Um sie zu bemalen benützt er nicht nur bunte Farben, sondern auch Blattgold. Dass die bunten Wesen «nur aus plumpem Beton» sind, vergisst der Beschauer dabei völlig.
Plakativ trifft poetisch
Kurt Fischer wählt eine völlig andere Stilart und andere Materialien. Seine Frau Vreni stammt aus Schmiedrued, sie ist auf dem Steinig aufgewachsen. Aus diesem Grund stiess er auf das Wäbi-Museum mit seinen jährlichen Kunstausstellungen. Nun zeigt er seine farbenfrohen Clowns, aber auch seinen Abendhimmel in pastellenen Blautönen, oder einen Himmel in sonnendurchflutetem Gelb. Er betrieb «Kunst in allen Variationen» und suchte den Weg fernab von der Malerei. Er kam aber immer wieder auf die Farben zurück. Bei Acryl und Airbrush, alles wasserlöslich, sei er quasi hängen geblieben. Allerdings lassen sich diese Bilder nicht nachkorrigieren, was ihm gerade recht ist.
Geselligkeit gehört dazu
Beim Hinuntersteigen vom Dachins 2. Geschoss wurden die Besucher von Vogelgezwitscher begleitet. In der Kaffeestube standen erfrischende Getränke und Selbstgebackenes bereit für die Vernissagegäste, denn die beeindruckende Ausstellung verlangt förmlich danach, dass in kleiner Runde darüber diskutiert wurde.
Die Ausstellung ist noch am kommenden Wochenende, 13./14. September, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Künstler werden anwesend sein.
Aber am Freitagabend, 12. September, ab 19 Uhr werden Maya Hunziker und Verena Lüscher, zusammen mit Christa Jordi-Frey, einer Märchenerfinderin von damals, den Märliweg auferstehen lassen.