Mobilität ist ein Bedürfnis des Menschen. Gleichzeitig birgt sie individuelle Herausforderungen. Thomas Eichenberger und Sabine Nestmeier von der Sunel AG bieten mit Elektrofahrzeugen die Lösungen – seit 36 Jahren.
grh. «Ich erinnere mich noch gut ...
Mobilität ist ein Bedürfnis des Menschen. Gleichzeitig birgt sie individuelle Herausforderungen. Thomas Eichenberger und Sabine Nestmeier von der Sunel AG bieten mit Elektrofahrzeugen die Lösungen – seit 36 Jahren.
grh. «Ich erinnere mich noch gut an jene Unterrichtsstunde. Der Fachlehrer für Elektrotechnik zeigte uns, wie eine Solarzelle einen Motor speist, der dann ein kleines Windrädchen in Bewegung setzte.» In diesem Moment packte Thomas Eichenberger die Faszination für alternative Energien und liess ihn nie wieder los. «Ein Jahr nach der Stifti habe ich an einem kleinen Häuschen im Maggiatal eine Solarzelle installiert.» Er sage bewusst «eine Zelle» und nicht «Anlage». «Denn damals waren die Teile sehr viel grösser und schwerer als heute.» Der Strom habe für etwas Licht in der Nacht gereicht und die Möglichkeit zum Kochen geboten.
1985 fand mit der «Tour de Sol» in der Schweiz das weltweit erste Rennen für Solarfahrzeuge statt. «Die einen verfolgten das am Radio. Ich habe mich an einem Streckenabschnitt in Koblenz platziert und gewartet», schildert Thomas Eichenberger. «Denn sie glitten über die Strassen und man hörte nichts – kein Motorengeräusch – einfach unglaublich.» Ein paar Jahre später sollte er selbst zu den Organisatoren gehören.
Thomas Eichenberger macht die Faszination zum Beruf, beginnt Elektrofahrzeuge zu verkaufen. «Das war vor 36 Jahren topaktuell. Waldsterben, Ölknappheit – Politik und Medien haben sich überschlagen.» Doch während andere nach der ersten Euphorie ihre Unternehmen beerdigten, verfolgte Thomas Eichenberger den Weg der alternativen Mobilität weiter.
Technisch hat sich viel getan. Aus den «rasenden Küchenstühlen» sind leistungsstarke Fahrzeuge mit einer Reichweite von über 100 Kilometern geworden. Mit Modellen, die maximal 20 Kilometer pro Stunde fahren, ist kein Führerausweis nötig. Bei der Schweizer Marke Kyburz, die bei der Sunel AG verkauft wird, können Kundinnen und Kunden wählen, ob sie mit oder ohne Kabine unterwegs sein wollen. Auch die Ausstattung derselben ist variabel. «Nicht zu vergessen, realisieren wir auch besondere Farbwünsche sowie die spätere Wartung», fügt Thomas Eichenberger hinzu. Das persönliche Kennenlernen von Senioren und Fahrzeug ist das Ziel des Probefahrens am 10.September. «Und wer die glücklichen Gesichter beobachtet, weiss, da haben sich zwei gefunden.» Manchmal verleiht die Faszination für Energie individuelle Flügel.
Probefahren bei der Sunel AG am 10. September an der Seetalstrasse in Boniswil