Am vergangenen Sonntag fand in der reformierten Kirche Oberentfelden ein Konzert mit acht Drehorgeln statt. Die ausgezeichnete Akustik liess die liebevoll gepflegten Instrumente wunderbar erklingen.
rc. Wer meint, das Drehorgelspiel bestehe nur aus dem Drehen einer Kurbel, ...
Am vergangenen Sonntag fand in der reformierten Kirche Oberentfelden ein Konzert mit acht Drehorgeln statt. Die ausgezeichnete Akustik liess die liebevoll gepflegten Instrumente wunderbar erklingen.
rc. Wer meint, das Drehorgelspiel bestehe nur aus dem Drehen einer Kurbel, hat sich geirrt. Damit das Instrument funktioniert und schön klingt, braucht es viel Pflege, handwerkliches Geschick und viel Liebe zum Detail. Die acht Drehorgelspieler reisten teilweise von weit her, hüllten sich in schöne Gewänder und präsentierten ihre Instrumente − die eigentlich eher Kunstwerke sind − nacheinander.
Die Raffin Drehorgel von Thomas Schumacher etwa, ist eine Trompeten-Orgel mit 31 Tonstufen und 100 Pfeifen. Er präsentierte das «Andante» aus dem Klavierkonzert von Mozart. Eine Drehorgel kann aber noch viel mehr, wie spätestens Kurt Huber aus Wauwil bewies. Aus seiner Drehorgel klangen bei «Maid of Orleans» von OMD nicht nur Pfeifen, sondern auch Schlaginstrumente. Das Drehorgelspiel ist aber nicht etwa eine Männerdomäne, am Konzert in Oberentfelden präsentierten auch drei Frauen ihr Können.
«Die Spieler möchten Ihnen eine Freude bereiten», sagte die Moderatorin Beatrice Bossard und wusste ein paar spannende Details zu der Herkunft der verschiedenen Orgeln zu erzählen. Mit ihrem Wunsch, Freude zu verbreiten, gelang ihr eine Ziellandung: Die gut 100 Zuhörenden fühlten sich sehr gut unterhalten.