Austausch zwischen Gross und Klein
04.09.2025 ZetzwilGrosser Bahnhof rund um Schulhaus und Turnhalle für einen ganzen Tag. Schon am frühen Morgen waren alle da, Kinder, Eltern, Helfer und Gäste. Das Schulhaus zeigte sich mit seiner Ausstellung nostalgisch, der Pausenplatz war Treffpunkt der verschiedenen Jahrgänge, ...
Grosser Bahnhof rund um Schulhaus und Turnhalle für einen ganzen Tag. Schon am frühen Morgen waren alle da, Kinder, Eltern, Helfer und Gäste. Das Schulhaus zeigte sich mit seiner Ausstellung nostalgisch, der Pausenplatz war Treffpunkt der verschiedenen Jahrgänge, welche sich im Stundentakt einfanden. Vor der Turnhalle bot eine Festwirtschaft Sitzgelegenheiten, wo man sich mit einem Risotto und vom Kuchenbuffet verwöhnen lassen durfte.
eh. Pünktlich eröffnete Schulleiterin Isabelle Zaugg die Feier in der grossen Turnhalle. Sie freue sich auf alle Begegnungen an diesem Tag und streifte mit ihren Worten frühere Zeiten, als das Schulhaus auch mal als Gefängnis diente oder Flüchtlinge aufnahm, welche auf Stroh schlafen mussten. Sie bedankte sich bei allen Helfern aus Lehrpersonen, Elternverein und Schulhausabwart Didi Häfeli. Alle hatten mit Freude und guten Ideen mitgewirkt. Auf der Bühne hatten sich die Kinder von Zetzwil zum fröhlichen Schulhaussong, welcher von der Kindergartenlehrerin Vreni Gubler komponiert wurde, versammelt.
Gemeinderat Jürg Neuenschwander erinnerte in seiner Ansprache an Zeiten, als es in der Schule weder fliessendes Wasser noch Internet gab. Die Schule sei der Ort, wo die Kinder viel für’s Leben lernen, wie zum Beispiel fair streiten. Man wolle heute zurückschauen, aber auch zuversichtlich an die Zukunft denken. Alle seien gefordert, den Kindern Raum und Unterstützung zu bieten. Aus diesem Grund unterstütze die Gemeinde das Projekt «Sole» (soziales Lernen), welches darauf ziele, Beziehungen, Unterrichtsinhalte und Lernformen sowie das schulische Zusammenleben zu stärken. Die Kinder lernen, sich in der sozialen Umwelt kompetent erleben und diese kritisch, selbstbewusst sowie aktiv mitgestalten.
Das Treffen auf dem Pausenplatz der verschiedenen Jahrgänge gestaltete sich fröhlich und lebhaft. Alt Schulhausabwart und Dorfpolizist Walter Hirt meinte, er sei mit seinem Jahrgang wohl der älteste Anwesende, welcher hier zur Schule ging. Im Schulhaus selber wurden Erinnerungen wach: «Es riecht noch wie früher»! «Dieses war das Kopfnuss-Zimmer»! Auch an die schwierigen Verhältnisse der Verdingkinder erinnerte sich so mancher. In den Gesprächen konnte man immer wieder alte Dorfübernamen aufschnappen, welche heute bei den älteren Jahrgängen noch präsent sind.
Jedes Schulzimmer war Ausstellung über früheres Werken, Basteln, Nähen, Schreiben. Alte Fotobücher lagen auf und im Musikzimmer wurde ein Film aus früheren Zeiten abgespielt. Die Kinder staunten über die Geschichten der älteren Generationen und freuten sich über den Austausch und das lebhafte Durcheinander in ihrem Schulhaus.
Der Elternverein beteiligte sich mit Spielen, Basteln, Tattoos und Wimpelbemalen. Letztere werden in Zukunft das Schulhaus schmücken.
Korrigendum
red. In den Regio-News auf der Frontseite der Ausgabe vom 28.August wurden die zwei Artikel «Fahrverbot Waldstrassen» und «Gemeindeversammlungen» irrtümlicherweise der Gemeinde Zetzwil zugeschrieben. Beide Meldungen betreffen jedoch die Gemeinde Gontenschwil. Wir bitten unsere Leserschaft, unseren Fehler zu entschuldigen.


