Genussvolle Geselligkeit und Grilladen
07.08.2025 ZetzwilRund 150 Personen folgten der Einladung des Gemeinderates zur Bundesfeier im Forstwerkhof Zetzwil. Gemeindeammann Daniel Heggli nutzte die Anwesenheit von Festrednerin Regierungsrätin Martina Bircher zum Aufruf, sich in politischen Ämtern und Kommissionen zu engagieren. Die ...
Rund 150 Personen folgten der Einladung des Gemeinderates zur Bundesfeier im Forstwerkhof Zetzwil. Gemeindeammann Daniel Heggli nutzte die Anwesenheit von Festrednerin Regierungsrätin Martina Bircher zum Aufruf, sich in politischen Ämtern und Kommissionen zu engagieren. Die Musikgesellschaft sorgte für den klangvollen Rahmen und der Frauenturnverein sowie die Männerriege für die Kulinarik.
rms. Alles war bereit für eine ruhige und gesellige Feier, als der Anlass um 11 Uhr startete und die ersten Besucher eintrafen. Die Festtische und -bänke waren parat, die Getränke gekühlt und in den grossen Kochgefässen des Männerchores blubberten die Älplermagronen. Plötzlich wurde es dennoch etwas hektisch. Nicht wegen des Eintreffens von Festrednerin Martina Bircher, auch nicht, weil die Festbeiz trotz gleichzeitig stattfindendem Brunch an anderer Stelle in Zetzwil zeitweise dem Ansturm kaum gewachsen war. Der tatsächliche Grund für die Aufregung waren ein heftiger Sturm und Regenschauer, die sich gemäss diversen Wetter-Apps bedrohlich dem Festgelände näherten. Aber auch diesem Notstand wussten die Zetzwiler Turner zu begegnen, indem sie flugs die Festzelte sicherten.
Als Gemeindeammann Daniel Heggli die Anwesenden begrüsste und die Festrednerin vorstellte, gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich viele für ein politisches Amt oder für die wichtige Arbeit in den Kommissionen melden. Was daraus werden kann, sähe man ja an der steilen Politkarriere von Martina Bircher, die nach ihrem Start 2014 als Gemeinderätin in Aarburg schon bald den Sprung in den Aargauer Grossen Rat, dann in den Nationalrat schaffte und nun als Aargauer Regierungsrätin zu ihnen sprechen werde.
Plädoyer für Eigenverantwortung
Die angesprochene Martina Bircher gab sich sehr volksnah, erfüllte jeden Fotowunsch und plauderte ohne Berührungsängste mit den Anwesenden. In ihrer Rede, die sie tags zuvor bereits in Dintikon gehalten hatte, machte sie die Eigenverantwortung zum Thema. Ihr scheine, so die Regierungsrätin, dass heute erwartet werde, dass der Staat für jede Frage eine Antwort habe, für jedes Problem eine Lösung. Auch in Bereichen, in denen früher jeder in Eigenverantwortung gehandelt habe. Es gelte, wieder vermehrt die Balance zu finden zwischen individueller Verantwortung und gemeinschaftlicher Absicherung. Dazu brauche es Bildung und Erziehung, die jeden einzelnen befähigen, eigenverantwortlich zu handeln. Die Aufgabe des Staates sei es, so Bircher, für Information, Bildung und Kultur zu sorgen, damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Eigenverantwortung wahrnehmen könnten. Danach setzte die Vorsteherin des Departement Bildung, Kultur und Sport zur Lobeshymne auf die Ehrenamtlichen an. Sie seien es, die Events in Kultur und Sport − oder eben eine Bundesfeier − überhaupt erst möglich machten der Erfolg des Aargaus, ja der ganzen Schweiz, basiere auf Menschen, die Eigenverantwortung für sich selber, für ihre Familien und für die Gesellschaft übernehmen.
Tombola und Morgenrot
Die dunklen Wolken und der prognostizierte Wind hatten sich während der Ansprache von Martina Bircher glücklicherweise verzogen. So konnte die Musikgesellschaft bei schönstem Wetter nach Marsch und Polka nun auch den Schweizerpsalm intonieren. Dank den Textzeilen aller vier Strophen auf dem Programmblatt musste niemand schon nach dem «Alpenfirn» die Segel streichen. Zwischenzeitlich sorgte die Verlosung der Tombolapreise noch für etwas Nervenkitzel. Ein junges Mädchen zog die Gewinnzahlen, und so fanden ein Ster Brennholz, verschiedene Geschenkgutscheine und weitere Preise ihre neuen Besitzer. Schliesslich liess man den Anlass gemütlich ausklingen. Selbst Regierungsrätin Martina Bircher, die ihre Ansprache gleichentags noch in Wiliberg halten sollte, blieb noch ein Weilchen und unterhielt sich mit den Anwesenden.




