Unspektakulär, aber effizient
19.06.2025 LeimbachNur gerade 37 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger konnte Gemeindeammann Hannelore Zingg vergangenen Freitagabend im Gemeindesaal zur Sommer-«Gmeind» begrüssen. Doch die wenigen Anwesenden zeigten sich wohlgesonnen und erledigten ihre Pflichten in ...
Nur gerade 37 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger konnte Gemeindeammann Hannelore Zingg vergangenen Freitagabend im Gemeindesaal zur Sommer-«Gmeind» begrüssen. Doch die wenigen Anwesenden zeigten sich wohlgesonnen und erledigten ihre Pflichten in Rekordtempo.
rms. Hannelore Zingg hiess die Anwesenden willkommen und erwähnte namentlich die beiden Jungbürger, die erstmals mitbestimmen durften … oder vielmehr gedurft hätten. Sie glänzten aber durch Abwesenheit. Seit der letzten Gemeindeversammlung gab es in Leimbach 1 Geburt und 0 Todesfälle. Es sind kleine Zahlen, mit denen man sich in der flächenmässig kleinsten Aargauer Gemeinde beschäftigt.
Entsprechend rasch und einig ging es durch die Traktanden. In der Gemeinderechnung 2024 stach besonders die Punktlandung bei den vereinnahmten Steuern hervor. Hier lag Leimbach mit einer Abweichung von nur gerade 953.55 Franken winzige 0.065 Prozent unter dem Budget.
Gemeinderäte im Ausstand
Die beiden anstehenden Kreditabrechnungen wurden einstimmig angenommen. Sogar ein Dank eines Anwohners an die ausführende Baufirma war zu vernehmen, da diese immer auf gute Durchfahrbarkeit während der Bauzeit achteten. Bei der Beschlussfassung über die Entschädigung der Mitglieder des Gemeinderats für die kommende Amtsperiode verliessen die Amtierenden − mit Ausnahme von Gemeinderätin Yvonne Zsidi, die nicht mehr kandidieren wird − mitsamt Familienangehörigen den Saal. Die Voten der Stimmberechtigten hätten sie bestimmt erfreut, war man sich doch einig, dass die Ansätze trotz moderater Erhöhung angemessen seien. Auch dieses Geschäft wurde einstimmig angenommen.
Neuer Wochentag für «Gmeind»?
Unter Umfrage und Verschiedenes gab Gemeindeammann Zingg bekannt, dass sich für die anstehende Gemeinderats-Wahl nebst den vier Bisherigen eine Kandidatin und ein Kandidat angemeldet hätten. Damit kommt es am 28. September zum Urnengang. Aus der Versammlung kam die Anregung, Gemeindeversammlungen künftig an einem anderen Wochentag abzuhalten. Der Gemeinderat nahm diese Idee entgegen und wird darüber befinden. Nach nur gerade 31 Minuten konnte Gemeindeammann Zingg die Versammlung beenden und die Anwesenden einladen, sich doch in der Kellerbar noch zum Gespräch zu treffen. Das Gemeinderatskollegium hatte indes gleich anschliessend noch die Ortsbürgergemeindeversammlung abzuhalten. Die 12 anwesenden Stimmberechtigten brauchten aber lediglich 5 Minuten, und schon konnten auch sie den kurzen Weg in die Kellerbar ... oder nach Hause antreten.
Die Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung unterstehen dem fakultativen Referendum, die Beschlüsse der Ortsbürgergemeindeversammlung konnten allesamt abschliessend gefasst werden und sind sogleich in Rechtskraft erwachsen.
