Erfreulicher Rechnungsabschluss
19.06.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, Schmiedrued-WaldeErfrischend war die Gemeindeversammlung in Schmiedrued. Erfrischend auch darum, weil sie im Freien stattfand, nämlich vor dem Kindergartengebäude. Nur gerade fünf Traktanden gab es zu behandeln, alle problemlos.
st. Von den insgesamt 863 Stimmberechtigten ...
Erfrischend war die Gemeindeversammlung in Schmiedrued. Erfrischend auch darum, weil sie im Freien stattfand, nämlich vor dem Kindergartengebäude. Nur gerade fünf Traktanden gab es zu behandeln, alle problemlos.
st. Von den insgesamt 863 Stimmberechtigten konnte Frau Gemeindeammann Marliese Loosli deren 42 begrüssen. Sie stimmten allen Anträgen grossmehrheitlich zu, ernsthafte Diskussionen gab es nicht. Eine Frage musste Marliese unbeantwortet lassen. Im Rechenschaftsbericht gab sie die wichtigsten Zahlen bekannt und konnte endlich mal wieder verkünden, dass die Bevölkerung in Schmiedrued wieder zugelegt hat gegenüber der Vorjahre. Allerdings konnte sie die Anzahl der Rasenmäher (Frage aus dem Publikum) nicht aus dem Stegreif bekannt geben. 78 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule Schmiedrued, vom Kindergarten bis in die 6. Klasse.
Erfreuliche Rechnung
Die Erfolgsrechnung 2024 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 47’158 Franken ab, welcher in das Eigenkapital eingelegt wurde. Im Budget wurde mit einem Aufwandüberschuss von 82’700 Franken gerechnet. Weniger Ausgaben in verschiedenen Positionen sowie eine Zunahme von 4,48 Prozent bei den ordentlichen Steuern führten zu diesem erfreulichen Ergebnis.Wasserwerk und Abfallwirtschaft liegen deutlich im Plus. Einzig bei der Abwasserbeseitigung ergab sich ein Aufwandüberschuss. Allerdings relativierte Marliese Loosli das Ergebnis Wasserwerk. «Es werden Investitionen auf uns zukommen. Mehr darüber im Oktober im Rahmen eine Informationsveranstaltung.» Der Präsident der Finanzkommission, Patrik Kirchhofer, liess über die Rechnung abstimmen, die grossmehrheitlich gutgeheissen wurde.
Keine Lohnerhöhung
Der Gemeinderat Schmiedrued nahm bei den Entschädigungsverhandlungen darauf Rücksicht,dass Schmiedrued «nicht auf Rosen gebettet» ist, und zeigte sich mit den bisherigen Entschädigungen zufrieden. Obwohl die Arbeit der Mitglieder des Gemeinderates anspruchsvoll, vielseitig und interessant ist. In den letzten Jahren stiegen die Anforderungen aufgrund der Komplexität der Sachgeschäfte, aber auch aufgrund der sich immer schneller ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Bund und Kanton übertragen den Gemeinden laufend zusätzliche Aufgaben, die Verantwortung steigt entsprechend. Trotzdem verzichtet der Gemeinderat Schmiedrued sogar auf einen Teuerungsausgleich und sieht auch davon ab, eine Erhöhung der pauschalen Entschädigungen vorzuschlagen. Selbstverständlich wurde der Antrag einstimmig angenommen.
Mitteilungen
Marliese Loosli ging ein auf die durchgeführte Bevölkerungsbefragung. Die Zeit, die diese in Anspruch nahm, hat sich gelohnt, meinte sie, die Umfrage hatte «Fleisch an den Knochen». Im Grossen und Ganzen sind die Leute zufrieden mit dem Leben in Schmiedrued. Allerdings habe sich der Gemeinderat vier Themen «auf die Fahne geschrieben». Eine bessere öV-Verbindung wäre erstrebenswert mit Taktfahrplan nach Schöftland und Verbindungen Richtung Luzern. Damit würde die Möglichkeit geschaffen, im Alter auch ohne eigenes Auto mobil zu bleiben. Die Radroute im Ruedertal soll weitergeführt werden. Wohnen im Alter sei ein weiteres Thema. Und schliesslich wurde festgestellt, dass die Homepage und die Broschüre «Schmiedrued aktuell» nicht genügen für eine lückenlose Kommunikation. Radroute und Wohnen im Alter werden etwas länger brauchen für die Umsetzung. Die anderen Themen werden im Herbst zur Sprache kommen.

