Ein Engel für zwei- und vierbeinige Freunde
26.06.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, KirchleerauBeatrice Lehner gründete den Verein Futterküche für Hund und Katz mit einer wunderbaren Idee. Dort, wo die soziale Hilfe oft endet, nämlich bei den Tieren, tritt sie als Helferin auf und hilft kurzentschlossen und mit viel Herz und Gefühl. Wenn durch eine Notlage ...
Beatrice Lehner gründete den Verein Futterküche für Hund und Katz mit einer wunderbaren Idee. Dort, wo die soziale Hilfe oft endet, nämlich bei den Tieren, tritt sie als Helferin auf und hilft kurzentschlossen und mit viel Herz und Gefühl. Wenn durch eine Notlage ein finanzieller Engpass entsteht, bedeutet dies oft, sich vom geliebten Tier trennen zu müssen. Das ist nicht nur für die Tierhalter, sondern auch für Tiere selbst ein Alptraum. Weggegeben oder im Tierheim gelandet, es ist das Schlimmste, was in dieser Situation passieren kann. Der Verein Futterküche bietet hier eine Übergangshilfe an, unbürokratisch und mit viel Herz und Mitgefühl.
dr. Mit ihrem Verein Futterküche für Hund und Katz in Kirchleerau unterstützt Beatrice Lehner Menschen in Notlagen, indem sie mit Futterspenden für die geliebten Tiere durch finanzielle Engpässe hilft. So kann sie verhindern, dass Tiere vorübergehend fremdplatziert werden müssen. Dies wäre eine zusätzliche emotionale Belastung, die alles nur noch verschlimmern würde. «Tiere geben so viel Halt in schwierigen Zeiten – ich möchte, dass niemand sie aus Not verliert», sagt Lehner. Mit beispiellosem Einsatz sammelt sie Spenden, organisiert Veranstaltungen und betreibt sogar eine kleine Brocki, deren Einnahmen direkt in die Vereinskasse fliessen.
Am vergangenen Montagabend stand ein spezieller Anlass auf dem Vereinsprogramm. «Besuch des Tierkrematoriums in Seon». Tatsächlich ein eher spezieller Anlass. Gibt es doch für die Tierhalter kaum etwas Schlimmeres, als ihre vierbeinigen Freunde zu verlieren. Über 20 Interessierte fanden sich am Montagabend ein, um sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, welches für jeden Tierhalter unumgänglich ist, jedoch schlicht auch einfach zum Leben gehört.
Ein kurzes Gespräch mit Beatrice Lehner
Was hat Dich dazu bewegt, Deine Organisation aufzubauen?
«Tiere haben mich ein Leben lang begleitet und ich weiss auch, dass es nichts Schlimmeres für Tierhalter gibt, wenn sie sich von ihrem geliebten Familienmitglied trennen müssen. Ich war mal in einer ähnlichen Situation und bekam Hilfe. Dies hat mich dazu bewogen, diesen Verein zu gründen. Ich kann somit etwas zurückgeben, was nicht selbstverständlich war. Tiere geben uns so viel, wir möchten helfen und hören zu. «
Wie genau funktioniert Eure Hilfe?
«Die Futterküche unterstützt Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden und unter kurzfristigen finanziellen Engpässen leiden. Sei es durch den Verlust der Arbeit, Krankheit oder andere Situationen. Wir sind ein Non-Profit-Verein. Wir sind angewiesen auf Geld- und Materialspenden. Dazu betreiben wir eine kleine Brockenstube in Kirchleerau, die den Verein querfinanziert. Das kleine Brockenhaus ist ein wichtiger Pfeiler für den Verein. Wir helfen Menschen aus den Kantonen Aargau, Bern, Luzern und Solothurn, manchmal auch von weiter. Diese können sich bei uns melden und bei uns in Kirchleerau die Ware beziehen.»
Eure Besichtigung des Tierkrematoriums ist nicht gerade alltäglich?
«Viele haben Angst davor, weil sie nicht wissen, was sie erwartet», erklärt Lehner. Doch durch den Besuch öffnen sich neue Räume des Verstehens. Bereits kleine Details wie die Auswahl der Urnen helfen beim Abschiednehmen. Die würdevolle Behandlung der verstorbenen Tiere sowie das liebevoll gestaltete Gemeinschaftsgrab im Aussenbereich geben Einblick und unterstützen dabei, loslassen zu können. «Natürlich fliessen Tränen – aber sie sind wichtig und heilend.»
Was möchtest du allen Tierhaltern mit auf den Weg geben?
«Ich wünsche mir, dass sich Tierhalter, die Hilfe benötigen, unbedingt an uns wenden. Dass sie den Mut haben, das Gespräch zu suchen. Vor allem aber wünsche ich mir, dass kein Mensch sein geliebtes Tier wegen finanziellen Engpässen weggeben muss. Hilfe annehmen ist keine Schande.»
Der Verein bietet die Möglichkeit, eine Passivmitgliedschaft zu beantragen. Das ist die einfachste Art, den Verein zu unterstützen. Eine Passivmitgliedschaft beträgt für eine Einzelperson 25, für Familien 50, Unternehmen sind mit 100 Franken dabei. Wichtige Informationen sind zu finden unter: www.futterkueche.ch


