Auf dem Hof von Familie Boller in Reitnau trafen sich vergangenes Wochende Familien mit Kindern, Kleintierzüchter und Landwirte für die jährliche Jungtierschau mit Ausstellung. Dabei konnten zahlreiche Tiere und schmucke Traktoren bestaunt werden.
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Auf dem Hof von Familie Boller in Reitnau trafen sich vergangenes Wochende Familien mit Kindern, Kleintierzüchter und Landwirte für die jährliche Jungtierschau mit Ausstellung. Dabei konnten zahlreiche Tiere und schmucke Traktoren bestaunt werden.
aw. Als sonntägliches Erlebnis für Jung und Alt beworben, zog die Jungtierschau mit Ausstellung in die Jahre gekommener, aber fahrtüchtiger Traktoren bei blauem Sonntagshimmel die Massen auf den Hof der Familie Boller. Wer weiss schon, was Rote Neuseeländer sind oder ein Bantam Gold-Porzellanfarbig ist - die Züchter jedenfalls. Während es sich bei den Ersten um eine Kaninchenrasse handelt, ist das Zweite eine Hühnerart im genannten Farbschlag. «Küngel» wie stolze Hähne neben Laufenten, Grautieren, Alpakas und frisch geschlüpften Küken bewunderten die Besucher aus nah und fern. Das eine oder andere Jungtier wechselte sogar seinen Besitzer.
Beispielhaftes Konzept
Wie viele Besucher die Jungtierschau mit Traktortreffen erlebten, konnte nicht einmal Markus Rey, Präsident des Kleintierzüchtervereins Reitnau-Triengen, schätzen. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Über die Mittagszeit waren Sitzplätze rund um die Festwirtschaft rar. Der Restaurantstil ist trotz Stallgeruch zukunftsweisend. Burger und Steaks servierte das Personal auf Porzellantellern. Statt mit Plastikbesteck griffen die Gäste zu Messer und Gabel aus Edelstahl. Und auf den Tischen standen Gläser für Getränke parat. Das abfallbewusste Konzept darf als beispielhaft bezeichnet werden.
Besonderes Highlight
Unter den 40 Traktoren – von Bühler bis Hürlimann – gesellten sich auch welche aus dem Schwarzwald. Rund zwei Stunden benötigten ihre Besitzer für die Fahrt aus dem grenznahen Bereich in das Obere Suhrental. Neben Fachsimpeln über die Instandhaltung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge vernahm man Gespräche über Zuchterfolge rarer Kleintierrassen. Eine Gratisfahrt mit der Pferdekutsche war nicht nur bei Kindern beliebt. Die Attraktion des Anlasses war jedoch der traditionelle Taubenauflass. Rund 50 Tauben stiegen um 13.30 Uhr aus den Taubenschlägen von Martin Morgenthaler und Willy Bolliger in den Himmel. Einige machten sich schon früher auf den Heimweg, Kinder konnten die mit ihren Flügeln schlagenden Tiere nicht in den Händen festhalten.