Die Alte Schmitte in Oberentfelden beging ihr 25-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.
aw. Prominenz aus der Politik, der kantonalen Denkmalpflege und Archäologie sowie Vertreter Aargauer Museumsvereine füllten den Platz hinter der Alten Schmitte. ...
Die Alte Schmitte in Oberentfelden beging ihr 25-Jahr-Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.
aw. Prominenz aus der Politik, der kantonalen Denkmalpflege und Archäologie sowie Vertreter Aargauer Museumsvereine füllten den Platz hinter der Alten Schmitte. «Ting, ting, ting - wir alle haben das rhythmische Schlagen eines Hammers auf das glühende Eisen schon gehört, mit jedem Schlag entsteht ein einzigartiges Werkstück», Regierungsrätin Martina Bircher vom Department Bildung, Kultur und Sport (BKS) spricht, als hätte sie in ihrem Leben nie etwas anders getan. Dass sie es kann, bewies sie in der Schmiedewerkstatt, nicht mit der Faust haute sie auf den Tisch, sondern mit dem Hammer auf den Amboss. «Das Schmiedehandwerk hat Tradition und zählt zum Kulturerbe», führte sie weiter aus. Die denkmalgeschützte Schmiede in Oberentfelden ist Beispiel dafür, wie engagierte Menschen mit Herzblut und Fachwissen Geschichte mit dem Erhalt einer alten Handwerkskunst schreiben. Der Bildungscharakter der Alten Schmitte mit dem Angebot für Schulklassen lag der BKS-Regierungsrätin besonders am Herzen. Ähnlich sah es Rahel Göldi vom Legionärspfad Vindonissa, Eisen war die Grundlage für den technischen Fortschritt der Gesellschaft. Eiserne Werkzeuge steigerten die Erträge in der Landwirtschaft und revolutionierten das Bauwesen. «Im Kanton gibt es über 100 Schmieden, aber nur drei stehen unter Denkmalschutz, eine davon ist diese hier», ergriff der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer das Wort. Warum die Alte Schmitte in Oberentfelden schützenswert ist, macht er an den vier Grundwerten Historie, Typologie, Kunst und geografische Lage fest. Die 1842 in Oberentfelden erbaute Schmiede wurde bis in die 80er Jahre betrieben, der Schmiedeverein übernahm sie im Gründungsjahr 2000 im Originalzustand. Der künstlerische Wert bezieht sich auf die vier Säulen am Eingang, die bei einem Autounfall Geschichte schrieben – zwei der Säulen wurden damals beschädigt.
Traditionelle Handwerkskünste lebten am Tag der offenen Tür auf.
Das Behauen eines Balkens mit der Breitaxt und Bronzegiessen zog die Besucher magisch an. Ein Gerber zeigte das Bearbeiten von Leder mit Mimoso (Maismehl) und Quebracho, einem pflanzlichen Gerbstoff südamerikanischer Herkunft. Kurzfristig gesellte sich ein Imker zu den Handwerkern. Im oberen Stockwerk der Alten Schmitte befindet sich ein Museum, das sehenswerte Schmiedeerzeugnisse beherbergt. Werkzeuge und Schmiedeerzeugnisse erzählen die Geschichte der «Alten Schmitte». Mehrmals erwähnte Präsident Hans Meyer, dass alle Gäste und Besucher bis 17 Uhr Zeit hätten, sich eingehend zu informieren. Eine Festwirtschaft füllte hungrige und durstige Münder.