«Visionärin mit Pioniergeist»
17.04.2025 PfeffikonUnterhalb der Knabenrütihütte und auf der Allmend oberhalb Pfeffikon packten vor einem Jahr Tilika und David Chamberlin, von Gaias Farm in Pfeffikon, Schaufel und Pickel und pflanzten die ersten Nuss- und Apfelbäume. Nicht einige wenige, sondern es sollten am Schluss um die ...
Unterhalb der Knabenrütihütte und auf der Allmend oberhalb Pfeffikon packten vor einem Jahr Tilika und David Chamberlin, von Gaias Farm in Pfeffikon, Schaufel und Pickel und pflanzten die ersten Nuss- und Apfelbäume. Nicht einige wenige, sondern es sollten am Schluss um die fünfhundert Bäume sein, die mit Schweiss, Muskelkraft und Männer- oder Frauenpower innerhalb eines Jahres gepflanzt wurden.
dr. Es erfordert eine gehörige Portion Mut und Pioniergeist, die eigenen Visionen zum Leben zu erwecken. Genau diesen Mut durchzieht jede Pflanze und Baum auf Gaias Farm. Ein Projekt, das nicht nur die Landschaft positiv verändert, sondern auch unsere Sicht zur Landwirtschaft und Nachhaltigkeit prägt. Entstanden ist schlussendlich eine Oase der Biodiversität, die mit jedem Herzschlag überzeugt.
Um zu verstehen, was Tilika und David Chamberlin mit Gaias Farm erschaffen haben, muss man einen kurzen Blick in die Vergangenheit werfen. Als die Idee entstand, einen Selbst-Erntegarten aus dem Nichts zu erschaffen. Wo Nahrungsmittel naturbelassen und ohne Umweg direkt vom Boden sozusagen auf den Teller hüpfen. Hier wurde der Grundstein zu einem unglaublich berührenden Projekt gelegt. Gaias Garden wurde in kurzer Zeit zur Wirklichkeit und öffnete die Türen im letzten April. Der Erlebnisgarten, welcher neben dem frischesten köstlichen Gemüse auch die Augen für die Schönheit dessen öffnete, entpuppte sich immer mehr auch zu einer Oase der Ruhe und Inspiration. Eine Erfahrung, die ganze Familien oder Schulklassen in die Felder lockten.
500 Bäume für Insekten und Vögel
Dies war jedoch nur der Anfang der Vision. Die mehrdimensionale Nutzung von Land wie zum Beispiel die funktionale Biodiversität, klassische Landnutzung und gleichzeitig die Förderung von klimaresilienten Pflanzen wurden konsequent umgesetzt. Die Vision ist eine produzierende Landwirtschaft ohne Kompromisse. Vieh kann zwischen den Bäumen grasen oder Getreide kann angebaut werden. So ergibt sich eine beispielhafte Nutzung von kostbarem Boden für Mensch und Tier. Zudem gilt das Vorhaben als riesengrosses Beispiel für gelebte Biodiversität. Diese wird zusätzlich gefördert durch das Anpflanzen von einheimischen Pflanzen und das Auffrischen von Ruderalflächen. Hübsch verzierte Vogelhäuschen, geschickt platziert, sollen einheimischen Vogelarten wie zum Beispiel dem Gartenrotschwänzchen Brutplätze anbieten. Leider steht auch dieser Vogel auf der roten Liste. Die Vogelwarte Sempach wurde hier beratend hinzugezogen. Nicht nur für die Tiere sind die Bäume ein Segen, sondern auch für die Menschen ist es ein Erlebnis, an den vielen Bäumen vorbeizuspazieren und deren Entwicklung zu beobachten. Mit Weitblick und dem nötigen Pioniergeist wurde kostbarer Lebensraum für Insekten und andere Tierarten erschaffen. Es zeigt, dass mit Mut den eigenen Gedanken Raum gegeben werden kann und dann heisst es nur noch, das richtige Werkzeug zu packen, loszulegen und die Reise beginnt.
Unter www.gaiasgarden.ch finden Interessierte viele weitere Informationen und entdecken die Begeisterung und die Einzigartigkeit eines Herzensprojekts. Wichtiges Eckdatum: Am 3. Mai, von 11 bis 16 Uhr wird wiederum der beliebte Setzlings-Markt auf Gaias Farm an der Hinterbergstrasse 9 in Pfeffikon durchgeführt.

