Die Fahnenweihe feierten die Turnenden des neu gegründeten Turnvereins STV Leerau mit Umzug, Festreden und Unterhaltungselementen gebührend.
aw. Zehn Turnvereine aus der Region begleiteten den Umzug mit ihren Fahnen vom Schulhausplatz Kirchleerau bis zur ...
Die Fahnenweihe feierten die Turnenden des neu gegründeten Turnvereins STV Leerau mit Umzug, Festreden und Unterhaltungselementen gebührend.
aw. Zehn Turnvereine aus der Region begleiteten den Umzug mit ihren Fahnen vom Schulhausplatz Kirchleerau bis zur Gemeindeverwaltung respektive Turnhalle Moosleerau. Fünf Räte aus beiden Gemeinden folgten den Tambouren Oberentfelden-Muhen an der Spitze des Zuges über die Dorfstrassen vorbei an winkenden und applaudierenden Einwohnern. Trommelwirbel und Getöse braucht ein solcher Anlass schon. Sogar ein Feuerwehr-Oldie mit historischem Helm als Kopfbedeckung wurde in der Masse der Ziehenden gesichtet.
Rund eine Stunde dauerte die «Prozession» der Fahnen schwingenden Turnerinnen und Turner. Auf alle Teilnehmenden wartete ein Apéro im Moosleerber Atrium. Kevin Andermatt, Präsident des STV Leerau, wagte in seiner Rede einen Rückblick in die noch kurze Vereinsgeschichte vom ersten Gedankenaustausch bis zur Fahnenweihe: Im Bierkeller unter der Turnhalle und unter Einfluss berauschender, flüssiger Substanzen sei die Idee entstanden, die turnenden Vereine Kirchleerau und Moosleerau zusammenzuführen, um Synergieeffekte für die Zukunft zu generieren. Folgesitzungen unter strengster Geheimhaltung vereinbarten die fünf historischen und kreativen Köpfe: Mario und Milena Laib, Kevin Andermatt, Jasmin und Fabian Hauri.
Erste Konzepte entstanden, das gesamtheitliche Feedback nach Veröffentlichung der Fusionsgedanken war bis auf wenige kritische Stimmen positiv. Bis zur Gründungsversammlung fanden zahllose Zusammenkünfte statt. Am 19. Oktober 2023 schlug dann die Geburtsstunde des neu gegründeten STV Leerau. «Die Fahne soll als Zeichen unserer Gemeinschaft dienen, dank unserem Sport bringen wir Menschen zusammen und tun damit Vorbildliches für die Gesellschaft», so Kevin Andermatt mit heiserer Stimme.
Musikalische Noten und turnerische Leckerbissen
Der Männerchor Kirchleerau mit Dirigent Peter Lindenmann musste mit der Volksweise «Wenn es nötig wär» eine Zugabe geben. Nun, Unterhaltung war absolut gerechtfertigt zwischen Vorspeise, Nachtessen und Dessert. Die Tambouren und die Leerber Musig sorgten mit Auftritten in der Moosleerber Turnhalle für die musikalische Note während der Fahnenweihe. Einen turnerischen Leckerbissen kredenzten «The Flying Gym Boys» mit akrobatischen Barrenübungen. Unter ihnen befanden sich auch die beiden ehemaligen Nationalkader-Turner Christian Baumann und Oliver Hegi – ohne sportlichen Block geht eben auch eine Fahnenweihe nicht über die Bühne. Die Bar in der Turnhalle bot bis nach Mitternacht Gelegenheit zum feuchtfröhlichen Austausch. Die Turner – ob jung oder angegraut – sind darin geübt.