Sonnenschein und muntere Gesichter
20.03.2025 SeengenPassend zum «Frühlingsmarkt» zeigte sich die wärmende Sonne am Dienstag in ihrer vollen Pracht. Der Markt war gut besucht und auch die Schulkinder liessen es sich nicht nehmen, in der Mittagspause mit einer Bratwurst in der Hand die Stände zu ...
Passend zum «Frühlingsmarkt» zeigte sich die wärmende Sonne am Dienstag in ihrer vollen Pracht. Der Markt war gut besucht und auch die Schulkinder liessen es sich nicht nehmen, in der Mittagspause mit einer Bratwurst in der Hand die Stände zu durchstöbern.
jaf. «Es ist schon viel angenehmer, wenn es so herrliches Wetter ist», erzählt eine Marktbesucherin freudig. Die Besucher schlenderten von Stand zu Stand, genossen zwischendurch kleine Naschereien oder machten es sich mit einem Kaffee an der Sonne bequem.
Das Angebot war bunt durchmischt. Am Stand der Landfrauen Seengen lockten die frisch gebackenen Zöpfe und knusprigen «Buurebrote». Am nächsten Stand gab es Silberschmuck und am übernächsten standen Rosemarie Dobler und Daniel Humbel, Präsident der Historischen Vereinigung Seetal fröhlich bereit. Humbel erzählt vom vielfältigen Angebot an Workshops der HV Seetal: «Bei uns können die Menschen verschiedene Workshops besuchen. Zum Beispiel können Kräutersalben, Blütensirup oder Haarschmuck hergestellt werden.» Am Marktstand selbst lag eine Auswahl historischer Stücke bereit. Neben den Jahresschriften und einem reich gefüllten Jahresprogramm, welches auf dem Tisch auflag, zeigte Humbel originale Musterbücher von früheren Strohflecht-Fabrikationen und gestalterische Stoffstempel. Daneben lag ein Puzzle mit einer 100-jährigen Luftaufnahme von Seengen. «So erhalten die Besucher einen Einblick in unsere Tätigkeit», sagt Humbel frohgesinnt. Keine zehn Minuten vergingen, da teilt eine Schülerin, welche sich an das Puzzle wagte, stolz mit: «Ich konnte das Puzzle fertig stellen.»
Handwerk als Lebensstil
Vermutlich als Einziger in der Schweiz stellt Theo Hagenbuch aus Hilfikon hochwertige Naturhaarbürsten aller Art her. Die Bürsten sind aus Pferdehaaren zum Wischen oder mit Ziegenhaaren zum Abstauben angefertigt. Mit einer 100 Jahre alten Handwerksmaschine zieht er die Haare mit einem Draht in das vorgefertigte Holzelement. Mit den schwarz-weissen Mustern erscheinen die Bürsten im ersten Augenblick schon fast zu schmuckvoll, um damit zu putzen. Doch er erklärt, dass diese Bürsten ein Leben lang halten, da sich die Haare anders als bei synthetischen Bürsten, beim Waschen immer wieder in die ursprüngliche Form bringen lassen. «Das Handwerken ist auch sowas wie ein Lebensstil. Wenn ich in Pension gehe, werde ich dies noch intensiver machen», erzählt Hagenbuch motiviert. Ein Bürstenunikat kann in einem Kurs bei ihm auch selbst hergestellt werden.
Für jeden Geschmack
Nebst einem Nostalgiestand mit schmucken Wanduhren und historischen Drehscheibentelefonen, ist am Markt auch Jutta Gasser mit ihrem «Kunterbuntes-Allerlei» aus Teufenthal zu finden. Seit zwei Jahren ist sie mit ihrer Handarbeit selbstständig. Sie verkauft genähte und bestickte Waren wie Mützen, Servicetaschen und vieles mehr. «Ich mache unter anderem Firmen- oder Vereinslogos, aber auch ganz persönliche Wunschmotive. Da bin ich flexibel. Als bekennender Trauffer-Fan sind meine eigenen Lieblingsmotive der Alpabzug oder das Edelweiss», berichtet Jutta Gasser freudig über ihre Handarbeit.
Wer den Frühlingsmarkt in Seengen besuchte, konnte so einige regionale, wie auch überregionale Produkte aller Art finden. Und wer nicht explizit zum Einkaufen da war, konnte es sich bei Sonnenschein, vielen Köstlichkeiten und fröhlicher Stimmung auch einfach nur gut gehen lassen.




