Ergebnis nahe dem sehr guten Vorjahr
20.02.2025 AargauPrivatpersonen wie Unternehmen setzen stark auf die Aargauische Kantonalbank (AKB) als ihre Hauptbank. Im Jahr 2024 eröffneten 17’000 Personen oder Firmen bei der AKB eine neue Kundenbeziehung. Der Jahresgewinn für das Jahr 2024 beläuft sich auf 251,2 Mio. Franken und ...
Privatpersonen wie Unternehmen setzen stark auf die Aargauische Kantonalbank (AKB) als ihre Hauptbank. Im Jahr 2024 eröffneten 17’000 Personen oder Firmen bei der AKB eine neue Kundenbeziehung. Der Jahresgewinn für das Jahr 2024 beläuft sich auf 251,2 Mio. Franken und ist somit 1 % unter der Vorjahresperiode. In der neuen Strategieperiode 2025– 2028 setzt die AKB ihre bisherige erfolgreiche Unternehmensstrategie mit hohem Kundenfokus fort.
(Eing.) Durch die stabile Nachfrage nach neuem Wohnraum, einhergehend mit weiter steigenden Preisen am Immobilienmarkt und einem dynamischen Bankenumfeld, erhöhen sich die Hypothekarforderungen um 1,6 Mrd. Franken (+6,5 %). Das Wachstum teilt sich in etwa zu gleichen Teilen auf selbstgenutztes Wohneigentum, Renditewohnliegenschaften und kommerziell genutzte Liegenschaften auf. Mit den Kreditvergaben unterstützt die AKB die Aargauer Wirtschaft weiterhin tatkräftig. Das rekordhohe Wachstum erfolgte nicht zulasten der Qualität. So sind die Durchschnittsbelehnungen im Portfolio in allen Objektkategorien gesunken. Insgesamt belaufen sich alle Kundenausleihungen per Ende 2024 auf 27,6 Mrd. Franken (+5,9 %).
Private wie juristische Personen vertrauen der AKB viele neue Vermögen an. Alleine 1,9 Mrd. Franken sind als Neugeld in die Wertschriftendepots der Kundinnen und Kunden investiert worden. Zusammen mit der Marktentwicklung steigen die Depotbestände der Kundinnen und Kunden auf 18,3 Mrd. Franken (+21,1 %). Über 60 % der privaten Depotinvestitionen erfolgten in Vermögensverwaltungsmandate oder AKB-Fonds, was ein klarer Vertrauensbeweis in die hohe Anlagekompetenz der AKB ist. Der Anteil nachhaltig verwalteter Anlagen konnte dabei weiter gesteigert werden.
Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB, zeigt sich sehr erfreut: «Das anhaltende Wachstum auf allen Ebenen ist eine grosse Bestätigung und Freude zugleich, dass die AKB als Bank der Aargauerinnen und Aargauer und als verlässliche Partnerin der Wirtschaft eine hohe Zustimmung erlebt. Erfreulich ist zudem, dass das Wachstum über alle Segmente breit abgestützt ist und nicht zulasten der Qualität erfolgt. Ein Aspekt, der sowohl von Führungspersonen wie auch von Mitarbeitenden eine hohe Aufmerksamkeit erhält.»
Kundinnen und Kunden profitieren von verzögerter Zinssenkung auf Kundenkonti
Nach dem starken und schnellen Anstieg des SNB-Leitzinses im Jahr 2023 ist das Zinsergebnis im Berichtsjahr 2024 geprägt durch die deutliche und rasche Reduktion desselben Leitzinses. Der Zinsaufwand steigt um 22,8 Mio. Franken (+12,2 %), wovon die-Kundinnen und Kunden durch eine verzögerte Senkung der Kontoverzinsungen nach der SNB-Trendwende im März 2024 profitierten.
Indifferenter Erfolg kompensiert Einnahmenverlust im Zinsengeschäft
Die Ertragskraft der AKB in Form des Geschäftsertrages hat sich mit 544,3 Mio. Franken (CHF +0,2 Mio.) trotz Zinswende gehalten. Die AKB profitiert im Wertschriften- und Anlagegeschäft vom Depotwachstum und von der steigenden Handelstätigkeit. In dieser Sparte hat der Erfolg um 10,6 Mio. Franken oder 15,8 % zugenommen. Die zu Gunsten der Kundinnen und Kunden aufgehobenen Gebühren (Streichung der Kontoführungsgebühren und Aufhebung der Gebühr für die Debit Mastercard) belasten das Ergebnis mit mehreren Millionen Schweizer Franken, weshalb der zweitgrösste Erfolgspfeiler, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, nur um 6,2 Mio. Franken, bzw. 7,5 % steigt.
Der dritte Ertragspfeiler, das Handelsgeschäft, erhöht sich dank Ausbau der Kundentransaktionen um 10,1 % auf 27,0 Mio. Franken.
Steigende Personal- und Sachkosten durch Kundenwachstum
Der Geschäftsaufwand steigt um 14,1 Mio. (+6,1 %) auf 243,9 Mio. Franken. Die grösste Position, der Personalaufwand, erhöht sich auf 146,1 Mio. Franken (+4,4 %). Die AKB hat weitere 30 Stellen geschaffen, damit belaufen sich die Vollzeitstellen neu auf 837 (+3,7 %). Von den insgesamt 985 Mitarbeitenden arbeiten 35 % Teilzeit. Der Personalaufbau erfolgte über alle Bereiche der Bank. Damit konnten nicht nur Kundenberaterinnen und -berater aufgebaut, sondern auch Mitarbeitende für Kontroll- und Supportfunktionen rekrutiert werden. Die im Januar 2025 verliehene Auszeichnung, der 3. Platz beim Swiss Arbeitgeber Award 2025 in der Kategorie 250–999 Mitarbeitende, ist eine tolle Bestätigung für die breit gelebte menschen- und leistungsorientierte Unternehmenskultur. Diese ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal in der hohen Arbeitgeberattraktivität der AKB.
Letztjähriges starkes Jahresergebnis bestätigt – öffentliche Hand profitiert
Der Geschäftserfolg reduziert sich um 9,7 Mio. bzw. −3,2% auf 297,3 Mio. Franken und ist somit das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der AKB. Der Jahresgewinn bleibt auf einem sehr hohen Niveau mit 251,2 Mio. und liegt lediglich 2,6 Mio. Franken (−1,0 %) unter dem Wert des Vorjahres. Die Cost-Income-Ratio beläuft sich auf 44,8 % (Vorjahr 42,2 %), was die hohe betriebswirtschaftliche Effizienz der AKB als Universalbank unterstreicht. Die Eigenkapitalrendite übertrifft mit 10,1 % die strategischen Vorgaben klar.
Der Bankrat beantragt dem Regierungsrat zuhanden des Grossen Rats eine Gewinnablieferung an den Kanton Aargau von 114 Mio. Franken (Vorjahr 117 Mio.).
Zusammen mit der Abgeltung der Staatsgarantie in Höhe von 14,7 Mio. Franken erhält der Kanton Aargau für das Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtentschädigung von 128,7 Mio. Franken. Zusätzlich bezahlt die AKB 13,0 Mio. Franken Steuern an ihre Standortgemeinden. Insgesamt fliessen somit 141,7 Mio. Franken (−1,7 %) an die öffentliche Hand.
Strategieperiode 2025–2028
Die neue Gesamtbankstrategie wurde auf Basis der sehr erfolgreichen Strategieperiode 2021–2024 weiterentwickelt und durch den Bankrat verabschiedet. Die AKB- Eigentümerstrategie des Regierungsrats des Kantons Aargau sowie die durch den Bankrat definierten Leitprinzipien bildeten dabei die Rahmenbedingungen. Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB, ist überzeugt, dass die AKB für die Zukunft gut gerüstet ist: «Unsere Ambitionen sind hoch, aber realistisch. Die AKB als Bank der Aargauerinnen und Aargauer setzt ihren bisherigen erfolgreichen Kurs fort. Sie begleitet ihre Kundinnen und Kunden rund um finanzielle Fragen mit Herz und Kompetenz. Gleichzeitig ist die AKB die strategische Partnerin für eine starke Wirtschaft im Marktgebiet – professionell und persönlich. Es ist unser Ziel, bis 2028 einen kumulierten Geschäftserfolg von mindestens einer Milliarde Schweizer Franken zu erreichen. Dies unter Aufrechterhaltung unserer bisherigen Risikopolitik, der hohen Effizienz, der guten Kapitalausstattung und der positiven Unternehmenskultur.»
Ausblick
Im vergangenen Jahr läutete die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit ihrer Zinssenkung im März die erwarteten Lockerungsmassnahmen fast aller wichtigen Zentralbanken ein. Während in der Schweiz die Inflationsraten trotz der umfassenden Zinssenkungen im angestrebten Zielband liegen, trifft dies auf die wichtigsten Handelspartner der Schweiz, namentlich die USA und Europa, nicht zu. Entsprechend haben sich die Erwartungen für weitere Zinslockerungen im laufenden Jahr weiter abgeschwächt. Das leicht höher erwartete Wachstum in der Schweiz zeigt die grosse Resilienz der inländischen Unternehmen. Die AKB rechnet mit einem baldigen Ende des Zinssenkungszyklus in der Schweiz. Das Ergebnis der Bank wird aufgrund der forschen Zinssenkungen der SNB jedoch deutlich unter dem Niveau der Rekordergebnisse der letzten beiden Jahre, aber über dem langjährigen Durchschnitt der Vorjahre zu liegen kommen.

