Höhepunkt war die Neujahrsansprache
09.01.2025 SchlossruedSeit Jahren ist es in Schlossrued Tradition, dass man sich zum Neujahrsapéro in der Aula des Schul- und Gemeindehauses trifft. Auch dieses Jahr versammelten sich zahlreiche Gäste – es mussten Stühle herbeigeschafft werden. Zur Unterhaltung spielten die ...
Seit Jahren ist es in Schlossrued Tradition, dass man sich zum Neujahrsapéro in der Aula des Schul- und Gemeindehauses trifft. Auch dieses Jahr versammelten sich zahlreiche Gäste – es mussten Stühle herbeigeschafft werden. Zur Unterhaltung spielten die Musikgesellschaft Schmiedrued, unter der Leitung von Sebastian Smolyn, sowie einzelne Tambouren, die schlagkräftige Einlagen lieferten.
st. Das reichhaltige Apéritiv-Buffet, liebevoll zusammengestellt von den Teams «Chäsilade» und Rufer-Metzg, in der Aula des Schul- und Gemeindehauses Schlossrued war von Anfang an eröffnet, damit sich alle stärken konnten für die Dinge, die da kommen sollen. Im Vordergrund stand die Rede des Gemeindeammanns, welcher auch gleich auf die kulinarischen Genüsse hinwies mit den Worten: «Wir sind alle vollgefressen, uns geht es gut!» Das sei nicht immer so gewesen. Martin Goldenberger verwies auf das Buch «Hungerland», das beschreibt, wie damals junge, arbeitslose Menschen etwas Geld zugesteckt bekamen, damit sie Richtung Amerika auswanderten.Vielen ist es gelungen, dort Fuss zu fassen, andere sind verschollen, ein paar kehrten auch wieder zurück. «Heute haben wir eigentlich zuviel von allem!»
Aargauer sind besser dran
Erfreut habe er festgestellt, dass der Kanton Aargau der freiheitlichste Kanton ist, obwohl man auch hier fast nichts mehr darf. Darauf folgen Liechtenstein, das ausnahmsweise in dieser Sparte zur Schweiz zählt, und Appenzell Ausserrhoden. Mit Betrübnis habe er aber auch die Geschichte über «Sugus» in Zürich verfolgt, das alles andere als «es süesses Täfeli» sei. In alten Mehrfamilienhäusern wird den Alteingesessenen kurzerhand gekündigt, um noblen Wohnraum für reiche Leute zu schaffen. Den Armen wird genommen, damit die Reichen noch reicher werden. Magdeburg war das Schlagwort der Woche. «Wer trägt nur so viel Hass in sich? Und wir sind dagegen machtlos!»
Angesprochen wurden auch die Kohäsionszahlungen. Offenbar muss man in Europa mitmachen. Aber um richtig dabei zu sein, kostet es uns Millionen. Er sei gespannt auf die Abstimmung. «So oder so, mer send do und bliibe do», man kann uns nicht einfach aus Europa werfen. Trump nennt er einen ’elenden Drecksack‘, aber offenbar wisse er, wie Wirtschaft geht, und darum haben ihn wohl die Amerikaner gewählt. Provokativ will er den Panama-Kanal zurück erobern und Grönland einverleiben. So ist Trump.
Zurück zum Dorfgeschehen
«Wir pochen nicht auf Wachstum in unserer Gemeinde, und doch wachsen wir moderat. 2022 zählten wir 857 Einwohner, 2024 waren es 893, und es wird so weiter gehen. 27 neue Wohnungen sind in Planung. Allerdings hapert es dort noch, wo mitten im Dorf das Baugerüst steht. Der Wirtschaft sieht er, dank fallender Zinsen, positiv entgegen, aber: «me weiss jo nie!»
Da Roger Hofmann ab sofort neuer Feuerwehrkommandant ist, verabschiedete er Ueli Sommerhalder mit einer Büchse Quöllfrisch. Ihm sei wohl inzwischen ein grosser Stein vom Herzen gefallen. Mitteilen konnte Martin Goldenberger auch, dass sich alle Gemeinderatsmitglieder einer Wiederwahl stellen. Auch er hänge noch eine Runde dran, dies sei dann jedoch definitiv die letzte.
Dann hiess es «Bühne frei» für die Musikgesellschaft und die Tambouren, und schon bald wurde auch das Dessert aufgefahren.



