2025 werden neue Projekte angegangen
03.01.2025 Seetal, SeengenNicht jeder kann am Neujahrs-Apéro seiner Wohngemeinde dabei sein. Und manchem sind die gesagten Worte so wichtig, dass er sie gerne ein zweites Mal hören würde. Das WB macht es möglich, dass die Gedanken zu 2025 nicht ungehört ...
Nicht jeder kann am Neujahrs-Apéro seiner Wohngemeinde dabei sein. Und manchem sind die gesagten Worte so wichtig, dass er sie gerne ein zweites Mal hören würde. Das WB macht es möglich, dass die Gedanken zu 2025 nicht ungehört verhallen.
Herr Bruder, wie schauen Sie auf das vergangene Jahr in Seengen zurück?
Jörg Bruder: 2024 war ein überaus vielseitiges Jahr, welches uns auf verschiedenen Ebenen forderte. Im kulturellen Bereich durften wir alle Register ziehen. Die diversen Anlässe wurden allseits lokal aber auch überregional geschätzt und auch sehr gut besucht. Nebst den durch die Gemeinde direkt organisierten Anlässen wie das Jugendfest mit Freischaren Manöver und der Donnschtig-Jass fanden auch das Freilichttheater «Vogellisi» auf dem Eichberg oberhalb von Seengen oder diverse Anlässe im und beim Schloss Hallwyl in Seengen statt. Projektmässig haben wir uns eine «Verschnaufpause» gegönnt, um im Jahr 2025 neue Vorhaben mit grossem Effort zu realisieren.
Im Sommer standen mit dem Jugendfest inkl. Freischaren Manöver und dem Donnschtig-Jass gleich zwei Grossanlässe in der Gemeinde an. Wie haben Sie diese erlebt?
Jörg Bruder: Einfach fantastisch. Es waren Anlässe, bei denen die ganze Bevölkerung von Seengen mit grossem Engagement teilnehmen konnte. Bei solchen Anlässen macht es einen stolz, wenn man eine lebendige Dorfgemeinschaft erleben darf. Die Seengerinnen und Seenger waren für beide Grossanlässe voller Enthusiasmus dabei und brachten sich auf verschiedensten Ebenen ein.
Auch sonst war in der Gemeinde einiges los. Welche Projekte konnten 2024 erfolgreich abgeschlossen werden?
Jörg Bruder: Es waren dies vor allem Tiefbauprojekte. Wie bereits erwähnt, konnten grosse Hochbauprojekte im Jahr 2023 abgeschlossen werden. 2024 war ein Jahr der Tiefbauprojekte; die diversen Strassenbauprojekte konnten grossmehrheitlich termingerecht abgeschlossen werden oder werden im Jahr 2025 fortgesetzt und zur Befriedigung aller im Jahr 2025 vollendet.
Seengen investiert viel Geld in seine Infrastruktur, der Steuerfuss ist aber vergleichsweise tief. Wie steht es in Anbetracht dessen um die Gemeindefinanzen?
Jörg Bruder: Die Gemeindefinanzen von Seengen sind stabil und basieren auf einer Langfristplanung. Die weitreichende Finanzplanung der nächsten acht Jahre basiert auf einem unverändert sehr tiefen Steuerfuss von 72 Prozent. Eine Steuerfussanpassung ist nicht geplant. Sollte sich die Lage ändern, könnte man kurzfristig eine Anpassung ins Auge fassen und Seengen wäre unverändert ein Steuerparadies im Aargau. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Steuergelder in Infrastrukturbauten investiert werden, um den Einwohnerinnen und Einwohnern von Seengen eine äusserst attraktive Gemeinde bieten zu können. Die Gemeinde Seengen wurde im Herbst 2024 zur attraktivsten Gemeinde im Aargau erkoren. Diese Auszeichnung darf durchaus mit Stolz hervorgehoben werden.
Sowohl sie als auch Vizeammann Thomas Lindemann haben angekündigt, bei den Wahlen 2025 nicht mehr anzutreten. Wie schwer ist Ihnen persönlich dieser Entscheid gefallen?
Jörg Bruder: Wer mich kennt, weiss, dass ich keine unüberlegten Handlungen mache. Diese Entscheidung ist lange gereift und wurde absichtlich bereits ein Jahr vor Vollendung der Amtsperiode bekannt gegeben. Nach 20 Jahren in der Gemeindepolitik (acht Jahre als Präsident der Finanzkommission und 12 Jahre als Gemeindeammann) darf ich mit Stolz kürzertreten und neuen Kräften eine bestens aufgestellte Gemeinde weitergeben. Ich freue mich auf die nächste Phase in meinem Leben und kann Ihnen zusichern, dass es mir nicht langweilig wird.
Welche Projekte möchten Sie vor Ihrem Rückzug aus der Gemeindepolitik unbedingt noch abschliessen?
Jörg Bruder: Das «Zauberwort» Brestenberg hat da eine grosse Priorität. Einerseits soll die Brestenbergbadi in redimensionierter Grösse am See realisiert werden und andererseits soll ein grosser Schritt bei der Revitalisierung des Schlosses Brestenberg gemacht werden. Es ist an der Zeit!
Sie haben das letzte Wort. Was möchten Sie der Gemeinde noch mitteilen?
Jörg Bruder: Der Gemeinderat und die Angestellten danken an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit und wünschen auf diesem Weg allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr.

