Zwei mal zwei Ladestationen zentral
07.11.2024 Schmiedrued-WaldeDem aussergewöhnlichen Wettbewerbsgewinn von Kevin Brunner aus Schmiedrued ist es zu verdanken, dass nun in Schlossrued und in Schmiedrued je zwei Ladestationen für Elektroautos bei den zentral gelegenen Schulanlagen sowie beim Feuerwehrmagazin in Schlossrued in Betrieb genommen ...
Dem aussergewöhnlichen Wettbewerbsgewinn von Kevin Brunner aus Schmiedrued ist es zu verdanken, dass nun in Schlossrued und in Schmiedrued je zwei Ladestationen für Elektroautos bei den zentral gelegenen Schulanlagen sowie beim Feuerwehrmagazin in Schlossrued in Betrieb genommen werden konnten.
st. Im «Blick» war ein Wettbewerb ausgeschrieben mit dem Thema rund um Elektroautos. Kevin Brunner aus Schmiedrued beteiligte sich daran. Er ist selber interessiert, denn er fährt einen Tesla und kennt die Probleme, die es mit dem Tankstellennetz noch immer gibt, insbesondere in ländlichen Gegenden. Es ging darum, ein Konzept zu erarbeiten, warum es gerade hier im Ruedertal öffentlich zugängliche Ladestationen braucht, wie und wo man diese realisieren könnte. Dabei dachte Kevin Brunner vor allem auch an die in der Nähe liegende Badi Walde. Während sich die E-Autofahrer dort in der Sonne aalen, können sie ihr Auto bequem in der Nähe auftanken. Sowohl in Schlossrued als auch in Schmiedrued liegen Schule und Gemeindehaus in der Nähe, das Feuerwehrgebäude liegt neben der Turnhalle und dem Bancomaten. Gemeindepersonal, Lehrpersonen und Mitarbeitende an der Schule können ebenfalls von dieser Möglichkeit profitieren – abgesehen von Durchreisenden. Als Preise winkten bei diesem Wettbewerb insgesamt 150 Ladestationen, wobei beim 1. Preis Zuleitung und Montage inbegriffen waren. Das Konzept, das Kevin Brunner vorlegte, war mehr als überzeugend, und trotzdem reichte es nicht zum 1. Preis, wohl aber zu einem erweiterten zweiten. Er gewann nicht nur eine Ladestation, sondern deren sechs; ein stolzer Preis, kostet eine Ladestation doch rund 5000 Franken.
Gemeinden griffen zu
Seine Anfrage ging deshalb an die beiden Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued, und beide sagten zu. Ab sofort können sich E-Autofahrer in Schlossrued, vor dem Schul- und Gemeindehaus sowie beim Feuerwehrmagazin an einer E-Ladestation bedienen, in Schmiedrued stehen zwei Zapfsäulen auf dem grossen Parkplatz unterhalb der Schulanlage bereit. Die reservierten Parkplätze werden im Frühling von den Schulkindern markiert werden. «Es war auch für die Gemeinden eine grössere Investition, aber eine Investition in die Zukunft», waren sich die beiden Gemeindeoberhäupter, Marliese Loosli aus Schmiedrued und Martin Goldenberger aus Schlossrued einig. «Die Gemeinden werden damit nicht reich. Uns genügt, wenn wir Ende Jahr eine schwarze Null schreiben», so Martin Goldenberger. Dabei werden natürlich die jeweiligen Strompreise massgebend sein. Jedenfalls dankten sie Kevin Brunner herzlich dafür, dass dieses Angebot für die Öffentlichkeit auf solch günstige Weise nun zur Verfügung gestellt werden kann.
Später auch im Navi
Zur Zeit fehlt bei allen vier Ladestationen der Internetzugang, so dass sie auf den Navis noch nicht erscheinen. Aber in den nächsten zwei bis drei Wochen sollte auch dieses Manko noch beseitigt werden. Übrigens: Bezahlt werden kann über Twint, Kreditkarte oder Ladekarte. Für nicht E-Autofahrer erscheint die Anleitung zum Tanken noch etwas verwirrend. Aber Kevin Brunner meinte dazu: «Wer ein E-Auto besitzt, hat sich zwangsläufig mit diesen Fragen befasst und kennt sich darin bestens aus.»


