Hansuli Mathys seit Anfang dabei
14.11.2024 MuhenNach 51 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand tritt nun Hansuli Mathys. Er war von der ersten Stunde des regionalen Altersheims Muhen-Hirschthal-Holziken aktiv dabei und lieferte sogar den ersten Pensionär und Pflegefall. Er ist Mitbegründer der Stiftung, des Vereins und war in ...
Nach 51 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand tritt nun Hansuli Mathys. Er war von der ersten Stunde des regionalen Altersheims Muhen-Hirschthal-Holziken aktiv dabei und lieferte sogar den ersten Pensionär und Pflegefall. Er ist Mitbegründer der Stiftung, des Vereins und war in verschiedensten Funktionen der beiden Vorstände mehr als ein halbes Jahrhundert aktiv.
st. Dass das Regionale Altersheim Muhen-Hirschthal-Holziken in ruhigen Gewässern durch die Jahre kam, ist vor allem auch Hansuli Mathys zu verdanken, damals Gemeindeschreiber zu Holziken und auch politisch höchst aktiv. 1973 war er Mitglied bei der Gründung der Stiftung, der Besitzerin der Immobilie. 1975 half er mit bei der Gründung des Altersheimvereins. Von 1984 bis 1986 war er Präsident des Altersheimvereins und wurde 2015 zum Präsidenten des Stiftungsrates gewählt, ein Amt, das er noch bis Ende 2024 innehaben wird. Er steht damit während 51 Jahren am Kopf der gesamten Organisation. Mit seinen Ecken und Kanten, seiner direkten Art hat er das Altersheim höchst positiv mitgeprägt. Er war dabei beim Bau des Altersheims, beim Bau der Alterswohnungen, er beteiligte sich an der Auswahl der Heimleitungen, wobei er sein gutes Händchen in den vergangenen Jahrzehnten bewies. Er verlor nie den Blick fürs Wesentliche und setzte sich stets für eine professionelle Pflege und ein angenehmes Zuhause für die betagten Menschen ein. Raphael Borer dankte Hansuli Mathys herzlich für diesen jahrzehntelangen, uneigennützigen Einsatz.
Sein Husarenstück
Hansuli Mathy ergriff nach dieser Laudatio das Mikrofon und brachte eine Geschichte zum Besten, die ihn auch die gute Beziehung zum ersten Heimleiter hätte kosten können. Damals war das Heim ein reines Altersheim, ohne Pflegeheimcharakter, und so war es auch konzipiert. Hansuli Mathys war der Beistand von Albert (Bärti) Lüthy, welcher altershalber nicht mehr allein wohnen konnte. In Ermangelung eines Altersheims in der Region wurde er im Altersheim Friedheim in Zofingen untergebracht, was ihm aber überhaupt nicht gefiel. Sein sehnlichster Wunsch war, wieder in die Region zurückzukehren. Hansuli Mathys sah im Altersheim Muhen eine Alternative, aber dieses war zu der Zeit noch nicht eröffnet. Trotzdem kontaktierte er den damaligen Leiter des Altersheims, Willy Gehrig. Dieser erkundigte sich nach dem Gesundheitszustand von Albert Lüthy, und ob er ihn sich anschauen müsse. «Wir hatten eine Zweiklassegesellschaft, Alte einerseits und Pflegebedürftige in andere Institutionen», so Mathys. Mathys versicherte dem Heimleiter, dass Bärti «top zwäg» sei, selber laufen könne und ein idealer Fall fürs Altersheim sei. Willy Gehrig gab seine Einwilligung, und Bärti konnte am Eröffnungstag, am 7. Januar 1977 eintreten – respektive, er musste dann einfahren, denn er sass im Rollstuhl… . Er wurde trotzdem aufgenommen und war der erste pflegebedürftige Pensionär. Aber es hat ihm hier gut gefallen, er blieb und starb mit 94 Jahren.

