Übungsszenarien für den Katastrophenfall
31.10.2024 KöllikenDie Abschlussübung der ZSO Suhrental-Uerkental verteilte sich auf mehrere Posten, in Kölliken, Muhen, Safenwil und Schöftland. Mit dieser finalen Übung ging eine geschichtsträchtige Ära zu Ende.
aw. Die finale Übung der ...
Die Abschlussübung der ZSO Suhrental-Uerkental verteilte sich auf mehrere Posten, in Kölliken, Muhen, Safenwil und Schöftland. Mit dieser finalen Übung ging eine geschichtsträchtige Ära zu Ende.
aw. Die finale Übung der Zivilschutzorganisation Region Suhrental-Uerkental fand auf mehreren Schauplätzen in Kölliken, Muhen, Safenwil und Schöftland in Kompaniestärke mit über 100 Einsatzkräften statt, während sich die Gästeschar auf Feuerwehrkommandanten, Gemeinderäte und Vertretern des Bevölkerungsschutzverbands konzentrierte. Dass auch der Kommandant der Zivilschutzorganisation Region Zofingen Urs Lehmann zugegen war, hatte seinen Grund – erstens informieren sich Zivilschutzorganisation gern über die Fähigkeiten und Ausrüstung benachbarter und zweitens fusionieren beide Organisationen 2025 zur Region Zofingen. Eine geschichtsträchtige Ära ging also mit der finalen Übung zu Ende. 19 Fahrzeuge und zehn Anhänger mit zum Teil neuem Equipment kamen zum Einsatz. Materialtechnisch hatte die Abschlussübung alles zu bieten, was im Katastrophenfall unabdingbar ist. Die Erwartungen umfassten Fachwissen erweitern, Material testen, Verbesserungspotenziale erkennen, die Zusammenarbeit stärken und vor allem den Teamgedanken hochhalten. Das betraf Pioniere genauso wie die Gruppenleiter und das Einsatzkommando.
Realistische Übungsszenarien
Information über die finale Übung der ZSO Region Suhrental-Uerkental oblag dem Kommandanten Markus Berger. Über Waldwege fuhren die Gäste in Bussen zum Waldhaus «Wandersmann». Wasserläufe, ein Schacht und eine Stiege bedurften der Sanierung. Stromausfälle aufgrund von fiktiven Sturmschäden wurden simuliert. Weder Telefon noch Mobilfunk funktionierten. Vom Schadensplatz «Badi» zur Kommandozentrale vor der Mehrzweckhalle musste eine Kommunikationsleitung am Dorfbach entlang verlegt werden. Leise tuckerten die Dieselgeneratoren, um Betreuungszelte, Sammelstelle und Kommandoposten mit Strom zu versorgen. Einsatzleiter Pascal Romang – erkennbar an der gelben Jacke, nahm Meldungen entgegen und teilte vorhandene Ressourcen ein. So nebenbei wurden Schlaglöcher in Strassen beseitigt, an einem Kindergarten wurden 19 Kinder evakuiert sowie eine Notbrücke errichtet, ein Weiher ausgepumpt und das Moos vom Dach des alten Kölliker Feuerwehrmagazins entfernt, das reduziert Entsorgungsaufwendungen. Um Eingeschlossene zu retten, schlugen die Kräftigen mit dem Vorschlaghammer ein Loch in die Magazinmauer, eine Fräse kam zusätzlich zum Einsatz.
Personenrettung hat Vorrang im Ernstfall. Eine derartige Übung bedurfte allerdings der detaillierten Vorbereitung. «Vor rund einem Jahr begann das Kernteam mit der Planung», so der stellvertretende Kommandant Mirco Hilfiger.


