Vor einem Jahr haben Sabine Bachmann-Frey und Tizian Naef mit ihrer Premiere die Konzertreihe «Polifonia Kultur» eröffnet. Jetzt präsentieren sie sich mit einem neuen Programm.
grh. Angefangen hat alles mit Schuberts «Fantasie f-moll». Zwei ...
Vor einem Jahr haben Sabine Bachmann-Frey und Tizian Naef mit ihrer Premiere die Konzertreihe «Polifonia Kultur» eröffnet. Jetzt präsentieren sie sich mit einem neuen Programm.
grh. Angefangen hat alles mit Schuberts «Fantasie f-moll». Zwei Klavierlehrer, die sich entscheiden, der Neugier aufs vierhändige Spiel zu folgen. «Irgendwann entstand die Idee eines Konzerts», erinnert sich Sabine Bachmann-Frey. Das Duo vollendete sein Programm mit Mozarts «Sonate D-Dur» und «Spanische Tänze» von Moszkowski. Nach dem Auftakt in Seengen folgen über ein Jahr hinweg mehrere Konzerte.
Aber wie viele Proben braucht es überhaupt für solch einen Auftritt? Ganz zu Beginn hätten sie erst einmal ins Blaue hineingespielt, um dynamisch zusammenzuwachsen. «Da haben wir auch viele Zwischenstunden genutzt», sagt Tizian Naef. «Aber dann ist der Übungsvorgang wieder sehr klassisch verlaufen, was bedeutet, bevor man überhaupt gemeinsam spielen kann, erarbeitet jeder die Stücke für sich.» Sabine Bachmann-Frey fügt hinzu: «Manchmal wechselt sich das ab, weil man zu zweit merkt, welche Herausforderungen man für sich noch nicht im Griff hat.» Eine konkrete Anzahl Proben sei kaum vorhersehbar.
Welche Wege Musik nimmt
Im Gespräch ist spürbar, das «duo dialogante» will sich entwickeln. Was auch auf ungewöhnlichen Wegen geschehen kann. Tizian Naef schildert, wie er auf Youtube ein Arrangement von Astor Piazollas «Libertango» sah, das ihm gefiel. «Ich habe Sabine den Link weitergeschickt.» «Als es mir gefallen hat, haben die Recherchen angefangen. Denn zum Spielen brauchten wir die Noten, die waren nicht einfach in der Info-Box des Videos verlinkt.» Sven Bachmann ist in Japan fündig geworden. «Es war faszinierend zu sehen, welche Wege Musik nehmen kann.» Sabine Bachmann-Frey schmunzelt.
Das Publikum kann sich am Samstag aber noch auf mehr freuen. Piazollas «Libertango» findet Ergänzung in Werken von Mozart, Schubert und Brahms. Fragt man das «duo dialogante» nach Wünschen für die Zukunft, erhält man zuerst die gemeinsame Antwort «ein glückliches Publikum nach dem Konzert», bevor Sabine Bachmann-Frey weiterspricht, «wir träumen nicht von riesengrossen Hallen. Es ist gerade die Nähe, die uns wichtig ist. Menschen, die zum ersten Mal in ein Konzert kommen, weil sie uns kennen oder neugierig auf den Saal sind, zu begeistern. Ihnen Musik näherzubringen, das ist ein Geschenk.»
Weitere Infos auf www.kms-seetal.ch