Kurz und heftig – die Kilbi in Pfeffikon dauerte wenige Stunden, bot aber alles: Glücksrad, Lebkuchenherz, Karussell und Magenbrot. Kein Wunder, dass mit den vielen Glückspilzen auch das traditionelle Pfeffiker Kilbiwetter noch rechtzeitig anreiste.
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Kurz und heftig – die Kilbi in Pfeffikon dauerte wenige Stunden, bot aber alles: Glücksrad, Lebkuchenherz, Karussell und Magenbrot. Kein Wunder, dass mit den vielen Glückspilzen auch das traditionelle Pfeffiker Kilbiwetter noch rechtzeitig anreiste.
mars. Nach einem kurzen Regenschauer zum Start der Pfeffiker Kilbi um 13 Uhr klarte der Himmel auf und die Glücksräder drehten bei warmen Sonnenstrahlen und Temperaturen um 20 Grad. Das schöne Herbstwetter sorgte für einen entsprechend grossen Publikumsaufmarsch. Der Geschäftsführer der Gemeinde Rickenbach, welcher heute in ähnlicher Funktion am Stand der Männerriege im Einsatz stand, freute sich: «Es sind Bedingungen, wie man sie sich wünscht. Der Regen am Morgen hält die Leute davon ab, zu Ausflügen aufzubrechen, wenn es dann schön wird, kommen sie hierher.» Die Kilbi mit Glücksrädern, Karussell und Schiessbuden direkt vor der Pfeffiker Kirche hat Bilderbuchcharakter und das Publikum rekrutiert sich traditionell auch zu einem grossen Teil aus den benachbarten Aargauer Gemeinden. Auch dort schätzt man diesen Brauch, feiert ihn aber selber nicht.
Immer wieder auch ein Treffpunkt
Im Zentrum standen die drei Glücksräder, welche die Musikgesellschaft, die Männerriege und der Jodlerclub zu betreiben pflegen. Die Turner boten auch heuer Preise für 30 Durchgänge, die Musikanten für 32 und die Jodler gar für 45 Durchgänge. Der Betrieb lief wie geölt, und nebst den Hauptpreisen, Riesenlebkuchenherzen und Grittibänzen, gab es auch Zöpfe, Rosenkuchen, Wurst- und allerlei Süsswaren zu gewinnen. «Schön, dass es auch Preise für Erwachsene gibt», meinten zwei Männer, die sich mit dem Bier zuprosteten, das sie am Pingponghammerstand der Stompegosler gewonnen hatten. Um 15 Uhr waren die Jodler bereits bei Durchgang 30 angelangt und vis-à-vis bei den Turnern verkaufte man die Lose für den letzten Durchgang. Auch die letzten Pingpongbälle waren erschlagen – oder jedenfalls die letzten Preise über den Tisch. Noch strömten neue Besucher an. Wer keine Lose mehr erstehen konnte (oder klein Glück hatte), kaufte sich einen Sack Magenbrot oder begab sich in die Festwirtschaft, welche das Pfeffiker Älpli betrieb. Denn natürlich ist die Kilbi nicht allein eine Sache für Glückspilze, sondern auch der Treffpunkt, an dem man sich gerne nochmals draussen aufhält und miteinander plaudert. Oft sinken bald danach die Temperaturen und man bleibt gerne im warmen Wohnzimmer.