Offene Türen, Spiel und Gemeinschaft
12.09.2024 StaffelbachDie reformierten Kirchen des Suhren- und Ruedertales, Muhen, Reitnau, Rued und Schöftland taten sich zusammen, um gemeinsam ein grosses Kirchenfest zu feiern. Dabei konnten sich die Interessierten über die Geheimnisse der Kirchen informieren lassen, und am Sonntag fanden sich ...
Die reformierten Kirchen des Suhren- und Ruedertales, Muhen, Reitnau, Rued und Schöftland taten sich zusammen, um gemeinsam ein grosses Kirchenfest zu feiern. Dabei konnten sich die Interessierten über die Geheimnisse der Kirchen informieren lassen, und am Sonntag fanden sich alle zum Gottesdienst in den beeindruckenden Sandsteinhöhlen von Staffelbach zusammen.
st. Die Kirche Muhen lud ein zum Bestaunen der einzigartigen Architektur mit dem grossen Glasfenster des Zofinger Künstlers Heiny Widmer, welcher leider allzu früh verstorben ist. Ein Spaziergang zum Psalm 23 führte entlang der Suhre und bot Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen. In Reitnau brauchten Schatzsucher einen scharfen Blick, denn sie mussten Rätsel lösen und Details kombinieren, um den Schatz zu finden. Die Talkirche Rued lud ein zum Mitfeiern bei «Fiire mit de Chliine». Auch hier lag ein Spaziergang der Ruederchen und der Mühle entlang bis zum Schloss drin. Zudem bietet die Kirche spezielle Geheimnisse. Mit Start auf dem Taufstein bot die Kirche Schöftland ein Quiz zur Kirchengeschichte an.
Lauschige Umgebung zum Abschluss
Für den sonntäglichen Gottesdienst wählte das Organisationskomitee einen besonders lauschigen Ort aus, nämlich die beeindruckenden Sandsteinhöhlen von . Was es mit diesem magischen Ort auf sich hat, erzählte nach dem gemeinsamen Mittagessen Priska Hauri. Sie leitet das Sandsteinmuseum in Staffelbach und hat sich in den letzten Jahren mit der Geschichte der einstigen Sandsteingewinnung vertraut gemacht.Ausgerüstet mit Werkzeug und Schutzhelm trat sie vors Publikum. Es lohnt sich, das Sandsteinmuseum zu besuchen, denn die Begebenheiten rund um dieses Denkmal sind interessant, zumal in den Höhlen sogar Haifischzähne erhalten geblieben sind.
Diese weisen darauf hin, dass Staffelbach und Umgebung eine Moränenlandschaft ist.
Alphornklänge und Lieder
Der Anlass war als Familiengottesdienst gestaltet, mit kurzen Mundartbeiträgen, vielen Liedern, gesungen und begleitet von einer quirligen Tabea Legler mit ihrer Gitarre. Anstelle der Orgel spielte die Alphorngruppe Forehoger mit Urs Baumann aus Wiliberg, Thomas Hiltbrunner und Hans Kaufmann, beide aus Bottenwil. Die Klänge aus den grössten Blasinstrumenten der Welt waren bei diesem Hintergrund besonders mächtig.
Den Gottesdienst gestalteten der Müheler Pfarrer Stephan Gassler, der Reitnauer Pfarrer Matthias Schüürmann, der Schöftler Pfarrer Daniel Hintermann sowie die Rueder Pfarrerin Nadine Hassler Bütschi.
Stephan Gassler hatte sein Messer verloren und beauftragte die paar anwesenden Kinder, dieses zu suchen – mit Erfolg. Denn er brauchte das Messer für seine Geschichte über König David, der auch zeitweise in Höhlen leben musste, da er von König Saul verfolgt wurde, welcher ihn getötet hätte. Das Messer brauchte Gassler, um dem König Saul ein Stück von seinem Umhang abzuschneiden, während der sein «Geschäft» verrichtete. Dieses Stück Stoff rettete David in der Folge das Leben, denn König Saul musste einsehen, dass David nicht nach seinem Leben trachtet.
Der Input von Daniel Hintermann befasste sich mit Höhlen, die in der Bibel einen grossen Stellenwert haben. Nicht nur als Versteck wurden diese gebraucht, sondern sogar als Wohnraum. In Weinbaugebieten werden sie mit Vorliebe auch dazu benutzt, den Wein in idealem Raumklima reifen zu lassen. Nach der Segenssprechung hängte die Alphorngruppe noch einige Stücke an, und dann wurde eingeladen zum gemeinsamen Grill-Mittagessen.




